Stand: 17.12.2015 15:09 Uhr  | Archiv

Sole: Das heilsame Wasser

Ein Besucher des Solefreibades in Werne. © picture-alliance / dpa Foto: Ferdinand Ostrop
Warmes Salzwasser wirkt auf viele Menschen entspannend.

Einem Besuch im Solebad werden viele wohltuende Eigenschaften zugeschrieben. Es soll entspannend wirken, den Kreislauf anregen, Gelenke entlasten, bei Hautproblemen helfen und vieles mehr. Der Begriff Sole steht allgemein für Wasser mit unterschiedlichem Salzgehalt. Für therapeutische Zwecke muss er bei mindestens 1,5 Prozent liegen, also 15 Gramm Salz pro einem Liter Wasser. In Solebädern beträgt der Salzgehalt meist zwischen 1,5 und 6 Prozent, in speziellen Becken auch bis zu 30 Prozent. Ab etwa zehn Prozent spüren Menschen in Salzwasser einen erheblichen Auftrieb. Zum Vergleich: Nordsee-Wasser enthält rund drei Prozent Salz, das Tote Meer 29 Prozent.

Aus Steinsalz wird Sole

Solebäder können überall gebaut werden, unabhängig davon, ob es vor Ort Salzvorkommen gibt. Die Sole wird dann in Salinen aus dem Boden gefördert oder als festes Salz in Bergwerken abgebaut und im Solebad bis zur gewünschten Konzentration mit Wasser verdünnt. Neben den Hauptbestandteilen Chlorid und Natrium (Natriumchlorid = Speisesalz) enthält Sole je nach Herkunft zahlreiche weitere Mineralien. Auch in Norddeutschland lagern nördlich der Mittelgebirge teils dicke Schichten Salz im Boden.

Natursole aus der Tiefe

Manche Orte und Badethermen nutzen diese Vorkommen für medizinische Zwecke und fördern Sole aus großen Tiefen, wie im Heidestädtchen Soltau aus gut 200 Metern. Der Salzgehalt ist unterschiedlich, in Bad Essen im Osnabrücker Land etwa enthält die Sole, die aus 800 Metern Tiefe stammt, fast 30 Prozent Salz. Damit gilt sie als mineralreichste Solequelle Europas. Wenn Salzwasser mit mindestens 20 Grad Celsius an die Oberfläche kommt, wird es als Thermalsole bezeichnet.

Ein weiterer medizinischer Anwendungsbereich für salzhaltiges Heilwasser sind Trinkkuren, wie sie etwa in Bad Pyrmont angeboten werden.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 30.01.2016 | 19:30 Uhr

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