Stand: 19.01.2018 16:30 Uhr

Potenzstörungen erkennen und behandeln

Kein Mann spricht gern darüber: Erektionsstörungen. Etwa ein Drittel der über 60-Jährigen in Deutschland leidet darunter. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es immerhin schon zehn Prozent. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt. Denn die erektile Dysfunktion (ED) ist noch immer ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Viele Männer scheuen den Gang zum Arzt. Die Folge: Das Problem verschlimmert sich, und die Betroffenen leiden zunehmend.

Eine Physiotherapeutin und ihr Patient sitzen auf einem Sitzball © NDR

Potenzstörung: Maßnahmen für mehr Schwung im Liebesleben

Die Ernährungs-Docs -

Ralf K. will sich nicht mit seinen Potenzstörungen abfinden. Ernährungs-Doc Matthias Riedl schlägt ihm eine gezielte Diät und sportliche Übungen vor. Führt das Programm zum Erfolg?

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Ursache

Eine Erektion entsteht durch eine gesteigerte Blutzufuhr in den Penis. Unter hohem Druck wird das Blut durch erweiterte Arterien in den Schwellkörper gepumpt. Dabei werden die Venen zusammengepresst. Die Folge: Der Druck im Schwellkörper steigt an, und der Penis versteift sich. Dieser Vorgang ist nur durch das komplexe Zusammenspiel von Nerven, Blutgefäßen und Hormonen möglich.

So entsteht eine Erektion

Die Gründe für eine Beeinträchtigung der Erektionsfähigkeit sind vielfältig. Meistens entsteht sie durch körperliche Ursachen, aber auch psychische Faktoren können eine Rolle spielen.

Psychische Gründe wie Stress, Depressionen, Angsterkrankungen oder belastende Ereignisse lösen eher bei jüngeren Männern Potenzstörungen aus. Dennoch sollten sie immer als Ursache mit in Betracht gezogen werden. Ein (natürlicherweise) sinkender Testosteronspiegel kann mit zunehmendem Alter Probleme verursachen. Manchmal ist die Dysfunktion auch eine Folge der Einnahme von Medikamenten, von Verletzungen (etwa einer Beckenfraktur) oder Operationen (an Prostata oder Darm).

Hauptursache ist aber meist der Lebensstil: Rauchen, Alkohol, Übergewicht und Bewegungsmangel können die Blutgefäße schädigen, sodass die Durchblutung im Schwellkörper behindert wird. Potenzstörungen weisen mitunter auf drohende Herzinfarkte und Schlaganfälle hin oder sind auf Krankheiten zurückzuführen, die das zentrale Nervensystem betreffen. Dazu gehören Alzheimer, Morbus Parkinson und Multiple Sklerose. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, eine Fettleber oder Fettstoffwechselstörungen fördern Durchblutungsstörungen und damit Erektionsprobleme.

Symptome

Eine Potenzstörung liegt vor, wenn

  • ein Mann keine Erektion bekommen kann oder diese nicht erhalten kann, sodass sie für einen Geschlechtsverkehr ausreicht
  • das Problem in mehr als zwei Dritteln der Fälle auftritt und/oder die Probleme über mehrere Monate bestehen.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 22.01.2017 | 21:00 Uhr

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Potenzstörung: Die Therapie-Empfehlungen im DIN-A4-Format (PDF)

Durchblutungsfördernde und gewichtsoptimierende Ernährung: Die wichtigsten Fakten und Lebensmittel im Überblick. Download (43 KB)

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