Stand: 06.01.2018 22:04 Uhr

Nasenpolypen erkennen und behandeln

Wenn es umgangssprachlich heißt, einem Kind werden die Polypen entfernt, dann sind meist vergrößerte Rachenmandeln gemeint. Nasenpolypen dagegen (Polyposis nasi) treffen vor allem Erwachsene: Schätzungen zufolge haben etwa vier Prozent der Deutschen solche gutartig wuchernden Schleimhäute im Riechorgan. Bei nur wenigen Millimetern Ausdehnung machen die Polypen meist keine Probleme. Handelt es sich aber um größere Wucherungen, die von den Nebenhöhlen aus bis in die Nasenhöhle hineinwachsen, dann bekommen Betroffene häufig nicht genügend Luft durch die Nase. Das ist nicht nur lästig, sondern schränkt die Lebensqualität stark ein.

Jörn Klasen erklärt ein MRT-Bild © NDR

Nasenpolypen: Weizen und Zucker befeuern Entzündung

Die Ernährungs-Docs -

Michael S. benötigt 50 Taschentücher pro Tag. Ihn quälen Nasenpolypen, die durch eine ständige Schleimhautentzündung entstehen. Wie viel kann eine antientzündliche Ernährung bewirken?

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Ursachen

Die genaue Ursache für die Polypenbildung ist noch unklar. Als wichtigster Risikofaktor gilt eine wiederkehrende Schleimhautentzündung in Nase oder Nasennebenhöhlen durch Infekte oder Allergien. Auslöser können zum Beispiel Allergene sein, die die Schleimhaut ständig reizen. Die Folge: Sie entzündet sich, schwillt an und kann beginnen zu wuchern.

So bilden sich Nasenpolypen

Auffällig ist, dass Personen mit Asthma bronchiale häufiger an Nasenpolypen leiden. Auch bei einer Unverträglichkeit von Schmerzmitteln auf Basis von Acetylsalicylsäure scheint die Erkrankung eher aufzutreten.

Anatomische Besonderheiten wie eine krumme Nasenscheidewand oder zu enge Verbindungen zwischen Nasennebenhöhle und Nasenhöhle begünstigen die Entstehung. Denn auch wenn zu wenig Luft in die Nasennebenhöhlen gelangt, reagiert die Schleimhaut mit einer Entzündung.

Kinder sind häufiger betroffen, wenn sie unter der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden.

Symptome

Anzeichen für Nasenpolypen

  • Eingeschränkte Atmung durch die Nase
  • näselnd klingende Stimme
  • Schnarchen
  • Mundgeruch
  • Riechstörung
  • häufige Erkältungskrankheiten
  • Nasennebenhöhleninfekte (Kopfschmerzen, Druckempfinden über den Nasennebenhöhlen, Schleimfluss in den Rachen)

Da die Polypen die Nasenatmung beeinträchtigen, atmen Betroffene vermehrt durch den Mund. Normalerweise transportieren winzige Flimmerhärchen ständig Sekret mit eingeatmeten Staubkörnchen, Schmutzteilchen oder Krankheitserregern aus der Nase Richtung Rachen ab. Dieser Schutzmechanismus wird bei Mundatmung unterbrochen - die Folge: Krankheitserreger haben leichtes Spiel. Sie können ungehindert in die Atemwege eindringen.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 08.01.2017 | 21:00 Uhr

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Zum Ausdrucken

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Nasenpolypen: Die Therapie-Empfehlungen im DIN-A4-Format (PDF)

Entzündungshemmend Ernährung für die Schleimhäute: Die wichtigsten Fakten und Lebensmittel im Überblick. Download (41 KB)

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