Stand: 25.09.2017 15:52 Uhr  | Archiv

Makuladegeneration frühzeitig behandeln

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Bei einer Makuladegeneration handelt es sich um eine unheilbare Erkrankung der Netzhaut.

Bis zu vier Millionen Deutsche leiden an einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Damit ist diese unheilbare Erkrankung der Netzhaut in Deutschland die häufigste Ursache schwerer Sehbehinderung bei Menschen über 60 Jahren. Nach und nach büßen die Sinneszellen an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) ihre Funktion ein, sodass die Betroffenen gerade das, was sie direkt anschauen, nicht mehr erkennen.

Trockene und feuchte Makuladegeneration

Man unterscheidet zwei Verlaufsformen der AMD: die "trockene" und die "feuchte".

  • Rund 80 Prozent der Patienten leiden an einer trockenen AMD. Sie entsteht durch Ablagerungen unter der Netzhaut, die sich zwar nicht wirksam behandeln lassen, aber auch nicht immer zu einer drastischen Sehbehinderung führen. Studien zeigen: Eine gezielte Ernährung mit grünem Gemüse und Fisch kann die trockene Form positiv beeinflussen.
  • Viel aggressiver ist die feuchte AMD: Dabei entwickeln sich unter der Netzhaut krankhafte Blutgefäße, die Flüssigkeit absondern. Es kommt in der Netzhaut zu Einblutungen und Wassereinlagerungen. Sehzellen sterben ab, das Zentrum des Sehens wird schwer geschädigt.

Symptome einer Makuladegeneration

Links

Habe ich AMD? Amsler-Gitter-Test

Erste Anzeichen für eine AMD lassen sich mit dem einfachen Test selbst feststellen. extern

AMD - Medizinisch-soziales Netz

Das AMD-Netz ist ein medizinisch-soziales Netzwerk für die Erkrankung altersabhängiger Makula-Degeneration. extern

Während Betroffene mit einer trockenen AMD vor allem eine zunehmende Verschattung im zentralen Bereich bemerken, ist das erste Anzeichen einer feuchten Makuladegeneration eher verzerrtes Sehen: Gerade Linien, zum Beispiel die Fliesenfugen im Bad, erscheinen krumm, Buchstaben verschwimmen.

Feuchte Makuladegeneration behandeln

Der Verlauf einer feuchten AMD lässt sich durch Injektionen ins Auge bremsen und oft jahrelang aufhalten. Unter örtlicher Betäubung spritzt der Augenarzt dazu regelmäßig ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges. Der Wirkstoff, ein sogenannter VEGF-Antagonist, hemmt die Wachstumsfaktoren, die für die Gefäßwucherungen in der Netzhaut verantwortlich sind. So lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und in manchen Fällen verbessert sich sogar das Sehvermögen.

Risikofaktoren für eine Makuladegeneration

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration gehören das Rauchen, die Belastung der Augen durch UV-Strahlung sowie Bluthochdruck. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle.

Vorsorgeuntersuchung wichtig

Da die Behandlung die Krankheit nicht heilen, sondern nur aufhalten kann, kommt es vor allem auf die rechtzeitige Diagnose der Makuladegeneration an. Experten empfehlen deshalb, ab dem 60. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Untersuchung beim Augenarzt durchführen zu lassen.

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Visite | 26.09.2017 | 20:15 Uhr

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