Stand: 09.02.2018 11:52 Uhr

Fettleber erkennen und behandeln

Weit verbreitet und selten bemerkt: Knapp ein Viertel aller Erwachsenen hierzulande ist von Leberverfettung betroffen - und die Zahl nimmt stetig zu. Von den stark Übergewichtigen und den Diabetikern haben rund 85 Prozent eine Fettleber, und bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet an dieser Krankheit. Man unterscheidet dabei drei Stufen:

  • Stufe 1: reine Fettleber ohne entzündliche Reaktion
  • Stufe 2: Fettleber mit entzündlicher Reaktion (Steatohepatitis, entwickelt jeder zweite Betroffene)
  • Stufe 3: Leberzirrhose (Fettzirrhose, etwa zehn Prozent der Fälle)

Wer eine Fettleber hat, für den steigt das Risiko der Entwicklung von Typ-2-Diabetes, Leberentzündungen und Leberkrebs. Bluthochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten gehen ebenfalls häufig mit der Leberverfettung einher.

Ernährungs-Doc Klasen und Fettleber-Patient Carlo B. © NDR

Fettleber: Heilung mit Ernährung und Bewegung

Die Ernährungs-Docs -

Die Fettleber ist eine oft verharmloste Volkskrankheit. Häufig verläuft die Erkrankung völlig unbemerkt, so auch bei Carlo B. Die richtige Ernährung und Bewegung helfen.

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Ursache

Die Leberverfettung ist eine Zivilisationskrankheit, ihre Ursachen liegen großteils in der modernen Lebensweise: falsche Ernährung - besonders zu viele Kohlenhydrate - und mangelnde Bewegung. Übergewicht, aber auch Alkoholmissbrauch und bestimmte Medikamente begünstigen die Krankheit.

Wie entsteht eine Fettleber?

Allerdings sind auch schlanke Menschen nicht davor gefeit. Eiweißmangel - zum Beispiel durch Unterernährung - kann ebenfalls auf Dauer zu einer Fettleber führen. Das Risiko erhöht sich auch während der Schwangerschaft, nach einer teilweisen Leberentfernung oder nach Operationen, die Teile des Dünndarms ausschalten.

Symptome

Hintergrundwissen: Leber

Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Drei Millionen Leberzellen können mehr als 500 biochemische Prozesse durchführen. Sie entgiften den Körper, produzieren und speichern Eiweiße und verwerten Fette.

Die Krankheit kann über Jahre völlig unbemerkt verlaufen. Die Leber lagert Fett ein und schwillt an - in schweren Fällen bis auf die doppelte Größe. Doch das Organ leidet im Verborgenen, äußert ihre Qual allenfalls durch Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Selbst die sogenannten Leberwerte (GOT, GPT) geben im ersten Stadium bei einer Blutuntersuchung noch keinen Hinweis. Erst wenn die Fettleber sich entzündet, treten mitunter Symptome einer Gelbsucht auf. Da eine verfettete Leber ihren Aufgaben bei der Stoffwechselkontrolle nicht mehr richtig nachkommen kann, entgleisen allmählich die Blutzucker- und Blutfettwerte.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 12.02.2018 | 21:00 Uhr

Ernährungs-Therapie

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