Stand: 11.07.2019 11:08 Uhr

Eichenprozessionsspinner: Gefährliche Raupe

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Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben bis zu 600.000 Brennhaare.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Norddeutschland immer weiter aus. Der Klimawandel mit milden Wintern und warmen Frühjahren schafft gute Lebensbedingungen für die Schmetterlingsart, die eigentlich aus Südeuropa stammt. Die Raupen tragen giftige Brennhaare, etwa 600.000 pro Tier. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Auch wenn sich die Raupen bereits gehäutet und zu harmlosen Faltern geworden sind, bleiben Millionen der Haare in den Nestern zurück. Bei der Berührung der Haut kommt es durch das Nesselgift der Haare zu Hautausschlägen mit intensivem Juckreiz.

Viele Eichenprozessionsspinner an einem Ast.

Eichenprozessionsspinner: Gefährliche Raupe

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Die Raupen des Eichenprozessionsspinners leben an Ästen und Stämmen von Eichen. Ihre winzigen Brennhaare enthalten Nesselgift und können heftige allergische Reaktionen auslösen.

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Betroffen sind vor allem unbedeckte Körperregionen wie Gesicht, Arme und Beine. Am Auge löst das Gift schmerzhafte Bindehautentzündungen aus. Werden die giftigen Härchen eingeatmet, lösen sie Atemnot, Asthma-Anfälle oder einen lebensbedrohlichen allergischen Schock aus. Ein kleiner Windstoß genügt, um die feinen Härchen bis zu hundert Meter durch die Luft zu transportieren.

Was tun, wenn Brennhaare auf dem Körper sind?

Wer betroffen ist, sollte die Haut gründlich abduschen, Haare waschen und die Kleidung wechseln und in der Maschine waschen. Kühlen der betroffenen Stellen sowie antiallergische Medikamente (Antihistaminika) oder eine kortisonhaltige Salbe können die Beschwerden lindern.

Bekämpfung Experten überlassen

Nestern sollte man sich nur in Einmal-Schutzbekleidung und mit einer Atemmaske nähern. Experten raten jedoch davon ab, die Nester selbst abzutragen. Professionelle Schädlingsbekämpfer saugen die Nester mit Industriestaubsaugern ab. Anschließend werden sie in der Erde vergraben oder aber in geschlossenen Anlagen verbrannt. Sind die Raupen noch klein und die Haare nicht ausgebildet, können sie mit Gift bekämpft werden. Zum Einsatz kommen Pflanzenschutzmittel oder Häutungshemmer. Die Bekämpfung ist im Mai wichtig, bevor die Raupen sich häuten und dann die gefährlichen Haare ausbilden.

Biologischer Wirkstoff gegen die Raupe

Der Landkreis Gifhorn setzt mittlerweile Bakterien gegen die Raupen ein. Hubschrauber sprühen einen biologisch abbaubaren Wirkstoff mit dem für Menschen ungefährlichen Bakterium Bacillus Thuringiensis auf die befallenen Eichen. Die Raupen nehmen den Wirkstoff auf, wenn sie die besprühten Blätter fressen und trocknen danach aus. Auf diese Weise lasse sich der Bestand des Eichenprozessionsspinners um bis zu 70 Prozent reduzieren, hoffen Experten.

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Experten zum Thema

Ulrich v. Mirbach, Dipl. Forstingenieur, Revierleiter
Gräflich Bernstorff‘sche Betriebe
Hauptstraße 6
29471 Gartow
www.bernstorff.de

Jens Lachmann, Dipl.-Ing. FH
Der grüne Betrieb
Loger Landstraße 5
29439 Lüchow (Wendland)
(05841) 34 29
www.der-gruene-betrieb.de

Dr. Jan Geldmacher, Facharzt für Innere Medizin, Hausarzt
Springstraße 1
29471 Gartow
www.praxis-gartow.de

Dr. Andreas Kleinheinz, Chefarzt und Ärztlicher Direktor
Klinik für Dermatologie
Elbe Kliniken Buxtehude
Am Krankenhaus 1, 21614 Buxtehude
(04161) 703-62 02
www.elbekliniken.de

Weitere Informationen
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
An der Eickesmühle 15-19, 41238 Mönchengladbach
(02166) 64 78 820
www.daab.de

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Visite | 20.05.2019 | 13:00 Uhr

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