Mit zum Teil mit Schnee bedeckte blühende Lobelie. © colourbox Foto: -

Eisheilige: Sommerblumen nicht zu früh pflanzen

Stand: 26.04.2021 06:45 Uhr

Bis zum 15. Mai können die sogenannten Eisheiligen noch Frost bringen. Empfindliche Pflanzen dürfen deshalb nicht zu früh nach draußen oder benötigen entsprechenden Schutz.

Als Eisheilige bezeichnet man die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai. Obwohl dann schon Frühling ist, kann es besonders in den Nächten noch einmal recht kalt werden und Bodenfrost geben. Eine alte Bauernregel lautet dementsprechend: "Pflanze nie vor der kalten Sophie". Die Kalte Sophie ist der 15. Mai.

Viele Sommerblumen vertragen keinen Frost

Blühende rote Petunien © NDR Foto: Claudia Timmann
Petunien sind wahre Sonnenanbeter und vertragen keinen Frost.

Auch wenn solche Regeln nicht immer ganz zutreffen, sind sie für Garten- und Balkonbesitzer eine gute Orientierung, denn statistisch gesehen nimmt die Gefahr von Nachtfrösten ab Mitte Mai immer weiter ab. Viele Sommerblumen sollten erst nach den Eisheiligen gepflanzt werden, weil sie auf Kälte empfindlich reagieren. Dazu gehören Astern, Fuchsien, Knollenbegonien, Indisches Blumenrohr, Pelargonien, Studentenblumen und Zinnien. Auch einige Gemüse wie etwa Bohnen, Gurken, Kürbisse und Zucchini sollten erst ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden.

Bereits gepflanzte Blumen und Gemüse schützen

Eine Frau bringt ein Schutzvlies auf einem kleinen Hochbeet an. © imago/imagebroker
Ein spezielles Gartenvlies schützt Anpflanzungen vor Kälte.

Wer Sommerblumen oder Gemüse bereits früher ins Freie gesetzt hat, sollte die Temperaturen im Auge behalten und die Pflanzen bei Kälte schützen. Dazu eignen sich etwa Kartons, Gartenvlies, Tontöpfe, Kunststoffhüte mit Öffnung aus dem Gartenfachhandel oder abgeschnittene PET-Flaschen. Wenn es tagsüber wärmer wird, kann der Schutz entfernt werden, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Auch empfindliche Kübelpflanzen wie etwa Zitrusgewächse, die zur Gewöhnung bereits ins Freie gebracht wurden, sollten nachts bei niedrigen Temperaturen geschützt werden: in einem frostfreien Raum, unter einem Dach oder durch eine Abdeckung.

Auch in Treibhäusern kann es zu kalt werden

Unbeheizte Treibhäuser und Wintergärten sind ein idealer Ort, um Pflanzen vorzuziehen. Doch auch hier sollte man die Nachttemperaturen im Auge behalten. Dazu eignet sich am besten ein sogenanntes Minimum-Maximum-Thermometer. Es zeigt die höchste und niedrigste Temperatur an. Sollte die Außentemperatur zu stark sinken, ist ein Ausgleich notwendig, etwa mit einer dicken Stumpenkerze. Diese zwischen zwei Backsteine stellen und einen Tonübertopf über die offene Flamme stülpen, der auf den Steinen aufliegt. So entsteht eine Art Mini-Kachelofen, dessen Wärmeentwicklung ausreicht, um die Pflanzen zu schützen.

Kalte Bereiche im Garten grundsätzlich meiden

Kalte und damit bei Bodenfrost gefährdete Stellen lassen sich an Tagen mit Raureif oder nach leichten Schneefällen gut ermitteln. Flecken, die leicht mit Raureif überzogen sind oder an denen der Schnee erst später taut, sind deutlich kälter. Diese Bereiche sind nicht für die vorzeitige Kultur von Gemüse oder die Bepflanzung mit mediterranen Pflanzen geeignet.

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Dieses Thema im Programm:

Rasch durch den Garten | 26.04.2021 | 21:00 Uhr

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