Orangenbäumchen in einem Topf © PantherMedia Foto: coramuller

Zitruspflanzen überwintern: So bleiben die Bäumchen gesund

Stand: 11.11.2020 17:19 Uhr

Zitruspflanzen wie Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäumchen verbreiten auf Balkon und Terrasse mediterranes Flair. Überwintern müssen die mediterranen Kübelpflanzen aber im Haus.

Zitruspflanzen sollten so lange wie möglich draußen bleiben. Spätestens wenn sich die Temperaturen dem Nullpunkt nähern, müssen die Pflanzen aber nach drinnen. Bis dahin sollten sie möglichst dicht ans Haus gestellt werden, damit sie vor Kälte und Wind geschützt sind.

Rückschnitt im Herbst für buschigen Wuchs

Vor dem Einräumen der Kübel ins Winterquartier können die Pflanzen beschnitten werden. Bei jungen Zitronen lohnt sich das besonders, weil sie dazu neigen, im unteren Stammbereich zu verkahlen und eher schmal in die Höhe wachsen. Das Schneiden fördert einen buschigeren Wuchs und eine breitere Krone. Aber auch ältere Pflanzen, deren Wuchs korrigiert werden soll, können vor dem Winter beschnitten werden. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass die Pflanzen weniger Platz in Anspruch nehmen.

Pflanzen auf Schädlinge untersuchen

Nach dem Schnitt sollten die Pflanzen auf Krankheiten und Schädlinge kontrolliert werden. Vor allem Schnecken, Schildläuse und Spinnmilben fühlen sich auf Zitrusgewächsen wohl. Werden sie nicht rechtzeitig entfernt, können sie im Winterquartier viel Schaden anrichten. Wenn die Früchte eines Zitrusgewächses bis zum Herbst nicht ausgereift sein sollten, ist das kein Problem. Die grünen Früchte bleiben über den Winter am Baum und reifen im kommenden Jahr aus.

Das richtige Winterquartier für Zitruspflanzen

Zitrone am Baum © fotolia Foto: gisik22
Unreife Früchte können am Baum hängen bleiben, sie reifen im kommenden Jahr nach.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Zitruspflanzen zu überwintern: hell und warm oder dunkel und kühl. Generell lässt sich sagen: Je wärmer eine Pflanze steht, desto heller muss es sein. Steht die Pflanze warm und hell, muss sie regelmäßig gegossen und gelegentlich gedüngt werden. Regelmäßiges Lüften des Raums ist wichtig. Die Temperatur sollte etwa zwischen 10 und 15 Grad liegen. Bei 15 Grad benötigt die Pflanze etwa acht Stunden Licht - zur Not mithilfe einer Pflanzenlampe.

Wird die Pflanze eher kühl und dunkel gestellt, sollte sie sicherheitshalber auf einer Styroporplatte oder Kokosmatte stehen. Wichtig ist, dass der Wurzelballen nicht auskühlt. Die Temperatur sollte dann konstant zwischen fünf und zehn Grad liegen. Die Pflanze benötigt gelegentlich Wasser, die Erde darf aber nicht zu feucht sein. Eine einfache Methode ist die Daumenprobe: Gibt das Substrat noch Feuchtigkeit ab, muss nicht gegossen werden. Stimmen die äußeren Bedingungen nicht, werfen Zitruspflanzen ihre Blätter ab und die Pflanze kann eingehen.

Im Frühling Zitrusgewächse langsam umgewöhnen

Zitronenbäumchen in Töpfen © picture alliance Foto: Lars Halbauer
Im Frühling müssen sich Zitrusgewächse nach und nach an die klimatischen Bedingungen gewöhnen.

Wenn die Temperaturen im Frühling wieder steigen, können die Kübel wieder auf Balkon und Terrasse gestellt werden. Sicherheitshalber sollten die Eisheiligen im Mai abgewartet werden, damit die Pflanzen keinen Frost abbekommen. Damit sie sich langsam an die klimatischen Bedingungen gewöhnen können und die Blätter keinen Sonnenbrand bekommen, dürfen sie nicht sofort in die pralle Sonne gestellt werden. Beginnen sollte man mit einem Platz im Schatten, am besten nah am Haus.

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