Nachkriegszeit: Trauer, Trümmer, Teilung - und Aufbruch

Flüchtlinge aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern treffen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auch in Norddeutschland ein, vor allem die Wohnungsnot und Hunger machen den Neuankömmlingen zu schaffen. Die Alliierten teilen das Land in Besatzungszonen: Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg unterstehen der britischen Verwaltung, Mecklenburg-Vorpommern der sowjetischen. Doch es herrscht Aufbruchstimmung - und große Hilfsbereitschaft erreicht die Norddeutschen auch aus dem Ausland. Derweil spitzt sich der Ost-West-Konflikt zu. Im Mai 1949 wird die Bundesrepublik Deutschland gegründet, im Oktober die DDR.

Not und Hilfe nach dem Zweiten Weltkrieg

Der "weiße Tod" im Hungerwinter 1946/47

Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, Deutschland besetzt, die Städte zerbombt. Dann bricht 1946 der kälteste Winter des Jahrhunderts ein. Mehrere Hunderttausend Menschen sterben allein in Deutschland. mehr

Das traurige Schicksal der Kriegswaisen

Traumatisiert und hungrig kommen Zehntausende Kriegswaisen 1945 nach Mecklenburg-Vorpommern. Dort leben sie in provisorischen Kinderheimen - meist unter katastrophalen Umständen. mehr

Flucht und Vertreibung überschattet Kriegsende 1945

1945 ist Nazi-Deutschland besiegt. Aus den deutschen Ostgebieten werden Millionen von Menschen vertrieben, zwangsumgesiedelt oder müssen flüchten. mehr

Kriegsende: Wie aus Waffen Hausrat wurde

Nach 1945 sind Dosen, Siebe und anderer Hausrat Mangelware. Im Überfluss gibt es dagegen Kriegsschrott und halbfertige Rüstungsgüter. In der Not wurden etliche Militärartikel umfunktioniert. mehr

CARE-Paket: US-Hilfe in Konservendosen

Corned Beef und Vollmilchpulver: Das CARE-Paket gilt als Sinnbild der Nachkriegsjahre. Als die Hilfspakete nach Deutschland kommen, wird Bremerhaven zum Drehkreuz für die Verteilung der Pakete. mehr

Bodenreform in Mecklenburg 1945: Hilfe und politisches Signal

In der Sowjetischen Zone beginnt nach dem Kriegsende eine Bodenreform. Im Kreis Güstrow übernimmt Bernhard Quandt die Aufgabe, das Land zu enteigen und neu zu verteilen. Am 27. September 1945 geht es los. mehr

1945: Deutsches Rotes Kreuz richtet Suchdienst ein

Im Zweiten Weltkrieg werden Hunderttausende Familien auseinandergerissen. Um ihnen zu helfen, richtet das Deutsche Rote Kreuz im Oktober 1945 einen Suchdienst nach Vermissten ein. mehr

1946: Hamburg führt Zuzugssperre ein

1946 leben die Menschen im zerstörten Hamburg auf engstem Raum. Weil täglich neue Flüchtlinge kommen, begrenzt die Stadt den Zustrom per Gesetz. Nur wer gebraucht wird, darf bleiben. mehr

Neustart nach 1945

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Nachkriegs-Prozesse

Belsen-Prozess 1945: "Ein Lehrstück an Demokratie"

Ab September 1945 steht die Wachmannschaft des KZ Bergen-Belsen im ersten Kriegsverbrecher-Prozess gegen Nazis vor Gericht. Beobachtern zeigen die Urteile, dass sie nicht schon vor dem Prozess feststanden. mehr

Als die Neuengamme-Täter vor Gericht kamen

Am 18. März 1946 beginnt in Hamburg vor einem britischen Militärgericht der sogenannte Curiohaus-Prozess gegen Verantwortliche des KZ Neuengamme. Angeklagt sind 14 SS-Männer. mehr

"Er hat das Schwein von Auschwitz geschnappt"

1946: Der frühere KZ-Kommandant Rudolf Höß wird in einem Versteck bei Flensburg entdeckt. Sein Häscher: ein junger Jude aus Berlin, der nach dem Krieg für die Briten Nazis jagt. mehr

1968: Hamburger Gericht verurteilt SS-Täter

Für grauenhafte Verbrechen an der Ostfront werden am 9. Februar 1968 drei SS-Männer in Hamburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch keiner der Täter sitzt seine Strafe voll ab. mehr

Politischer Umbau und Teilung

Von Zonen zu Ländern: Politische Neuordnung nach Kriegsende

Zerstörte Städte, notleidende Menschen: Nach dem Zweiten Weltkrieg kämpft Deutschland ums Überleben. Auch politisch muss sich das Land neu ordnen. Wie sah die Entwicklung im Norden aus? mehr

Vom Feind zum Freund: Die Briten im Norden

Im Mai 1945 besetzen die Briten Norddeutschland. Sie bringen zum Ende des Zweiten Weltkriegs Nissenhütten, Popmusik und demokratische Strukturen. Viele bleiben - als Partner. mehr

Wie in Hannover die SPD wieder aufgebaut wurde

6. Mai 1945: Die britischen Besatzer lassen noch keine neuen Parteien zu. Kurt Schumacher und andere Sozialdemokraten gründen dennoch ein SPD-Büro in Hannover - und damit die spätere Parteizentrale. mehr

Schleswig-Holstein: Von der Provinz zum Bundesland

Armut und die Integration von Flüchtlingen prägen die Nachkriegszeit in Schleswig-Holstein. Eine große Herausforderung für das Land, das ab dem 23. August 1946 offiziell existiert. mehr

Als die Hamburger endlich wieder wählen durften

Am 13. Oktober 1946 beginnt eine neue Ära für Hamburg: In einer weitgehend zerstörten Stadt stimmt die Bevölkerung erstmals wieder über die erste Bürgerschaft nach Kriegsende ab. mehr

Die Gründung der SED in Mecklenburg-Vorpommern

Im April 1946 ist die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands durch den Zusammenschluss von SPD und KPD entstanden. Bis zu ihrem Ende prägte die SED das Leben im Osten Deutschlands. mehr

Niedersachsens Gründung: Keine leichte Geburt

Die "Verordnung Nr. 5" der britischen Militärregierung begründet am 1. November 1946 offiziell das Land Niedersachsen mit der Hauptstadt Hannover. Die erste Landesregierung muss immense Probleme lösen. mehr

Grundgesetz: Wie Deutschland seine Verfassung bekam

Es sollte ein Provisorium sein, doch es gilt noch immer: das Grundgesetz der Bundesrepublik. Weltweit orientierten sich viele Staaten an der deutschen Verfassung vom 23. Mai 1949. mehr

Bundestagswahl 1949: Stimmen aus Ruinen

Lautsprecherwagen, Feldtelefone und Politiker mit Popstar-Status: Zwei schleswig-holsteinische Zeitzeugen schildern, wie aufregend der Wahlkampf zur ersten Bundestagswahl am 14. August 1949 war. mehr

Von der sowjetischen Besatzungszone zur DDR

Viereinhalb Monate nach Gründung der Bundesrepublik wird die Sowjetische Besatzungszone am 7. Oktober 1949 zur DDR. Der Traum eines vereinten Deutschlands ist ausgeträumt. mehr

Die Geschichte der DDR

Wie kam es zur Gründung der DDR? Wie sah der Alltag im Arbeiter- und Bauernstaat aus? Und was führte schließlich zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung? mehr

Unternehmerischer Aufbruch

14:58

Mit der D-Mark kommen 1948 die Waren

Am 20. Juni 1948 tritt die Währungsreform in Kraft. Plötzlich gibt es Waren, die in der inflationären Reichsmark-Zeit gar nicht oder nur auf dem Schwarzmarkt zu haben waren. Audio (14:58 min)

Wie aus der "Stadt des KdF-Wagens" Wolfsburg wurde

Nach Kriegsende lassen die Alliierten die "Stadt des KdF-Wagens" in Niedersachsen am 25. Mai 1945 in Wolfsburg umbenennen. Schnell wird die Produktionsstätte des Volkswagens zur VW-Stadt schlechthin. mehr

November 1946: "Spiegel" wird in Hannover geboren

Im November 1946 halten die Menschen das Nachrichtenmagazin "Diese Woche" aus Hannover erstmals in der Hand. Der Kopf dahinter: Rudolf Augstein, der es bald umtauft - in "Der Spiegel". mehr

Seit Jahrzehnten blickt Deutschland in den "Spiegel"

3.650 Ausgaben, 378.000 Artikel, zahlreiche aufgedeckte Skandale: Der "Spiegel" ist bis heute das meistzitierte Medium Deutschlands. Am 4. Januar 1947 erschien er zum ersten Mal. mehr

Hannover Messe: Mit Fischbrötchen zum Erfolg

Als "Export-Messe" ging 1947 die Hannover Messe an den Start. Eine Erfolgsgeschichte, aus der sich viele Einzel-Messen entwickelten. Doch was hat das alles mit Fischbrötchen zu tun? mehr

Vor 70 Jahren: Der "Stern" wird geboren

Eine bunte Mischung aus Unterhaltung und Politik: Am 1. August 1948 liegt der "Stern" erstmals am Kiosk. Erfinder und Chef des Magazins ist der Publizist Henri Nannen. mehr

Aufbruch in freien Journalismus: 70 Jahre dpa

Am 1. September 1949 schickt die Deutsche Presse-Agentur von Hamburg aus ihre erste Meldung über die Ticker. Bald wird die dpa zum Marktführer - und hat mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. mehr

Otto: Von der kleinen Klitsche zum Global Player

1949 gründet Werner Otto in einer Baracke in Hamburg einen Versandhandel. Der erste Katalog hat nur 16 Seiten. Heute gehört das Unternehmen zu den größten seiner Art weltweit. mehr

1949: Aus Tchilling und Bohne wird Tchibo

Im März 1949 gründen Max Herz und Carl Tchilling-Hiryan in Hamburg eine Firma für Röstkaffee. Ihre revolutionäre Idee ist der Kaffee-Versand mit der Post. Heute ist Tchibo ein Handelsriese. mehr

Faszination Bulli: 70 Jahre Kultauto

Am 8. März 1950 begann die Produktion des VW-Bullis. Seitdem wurde das kastenförmige Modell in sechs Generation weiterentwickelt. Mehr als 13 Millionen Modelle des Kultautos wurden verkauft. mehr

70 Jahre Taschenbuch: Fallada für die Hosentasche

1945 liegt die Buchbranche brach. Mit auf Zeitungspapier gedruckten Romanen kurbelt der Rowohlt Verlag in Hamburg das Geschäft an. Am 17. Juni 1950 folgt die Revolution: das "rororo"-Taschenbuch. mehr

Aus Bombentrümmern zur Vision der "neuen" Stadt

Nach dem Zweiten Weltkrieg bieten die zerstörten Städte den Architekten auch Raum für Utopien: Sie planen aufgelockerte und autogerechte Viertel, in denen historische Gebäude eher stören. mehr

Der Zweite Weltkrieg im Norden

Die NS-Zeit: Krieg und Terror

1933 wird der Nationalsozialist Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Fortan setzt das NS-Regime seinen absoluten Führungsanspruch durch - mithilfe von Terror und Propaganda. mehr

Der Zweite Weltkrieg: Die Vernichtung von Millionen

Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Weltweit kosten die jahrelangen Kämpfe mehr als 50 Millionen Menschen das Leben. mehr

Wie der Zweite Weltkrieg im Norden zu Ende ging

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endet der Krieg mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. Bereits zuvor haben die Alliierten viele Städte und Konzentrationslager befreit. Ein Dossier. mehr

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03:58
Hamburg Journal
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NDR Fernsehen
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