Wie der Zweite Weltkrieg im Norden endete

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, ist der Zweite Weltkrieg in Europa offiziell beendet worden. Der Tag gilt als Tag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus.

Für die meisten in Norddeutschland und Umgebung endet der Krieg aber bereits vorher - ihre Wohnorte werden von den Alliierten eingenommen oder kampflos übergeben. Was passierte wann und wie haben die Menschen die letzten Kriegstage erlebt? Zum 75-jährigen Kriegsende erinnert der NDR an die letzten Wegmarken auf dem Weg in den Frieden. Ein Überblick mit vielen Erinnerungen von Zeitzeugen und Einordnungen aus der heutigen Perspektive.

Albert Speer,  Karl Dönitz und Alfred Jodl werden von britischen Soldaten bewacht ©  picture-alliance/ dpa

Reichsregierung Dönitz: Letzter Akt der Nazi-Diktatur

Erst 15 Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs endet auch die Zeit der Reichsregierung Dönitz. Soldaten verhaften ihn und die anderen Regierungsmitglieder am 23. Mai 1945 in Flensburg. mehr

Ein Schild mit dem Ortsnamen Maczkow. © dpa Foto: Aleksandra Sekowska

Aus Haren wird Maczków: Das Kriegsende im Emsland

Im Mai 1945 befehlen die britischen Befehlshaber den Einwohner von Haren, sofort die Stadt zu verlassen. Soldaten und Vertriebene sollen dort leben. Drei Jahre wird Haren zum polnischen Maczków. mehr

Brigitte Roßow aus Demmin als Kind mit ihren Eltern, ihrem großen Bruder Winfried und der kleinen Schwester Sigrun. © Privatbesitz Birgit Roßow

Massensuizid in Demmin: "Wir wollten noch leben!"

Die letzten Zeitzeugen waren noch Kinder. So wie Brigitte Roßow. 1945 war sie zehn Jahre alt und überlebte in den letzten Kriegstagen eine fürchterliche Tragödie: den beispiellosen Massenselbstmord in Demmin. mehr

Ein dunkles Treppenhaus, in dem eine "Null" zu sehen ist. © photocase Foto:  jock+scott

Kriegsende: "Mythos Stunde Null - Kultur nach 1945"

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Was bewegte sich nach der Befreiung vom NS-Regime wieder in norddeutschen Theatern, im Film und in der Musik? Und welche Rolle spielte die Kirche? mehr

Lisa Schomburg und Manfred Hüllen, Zeitzeugen des Ende des Zweiten Weltkriegs, berichten von ihren Erlebnissen. © NDR Foto: Tobias Senff

"Krieg ist die letzte Scheiße, die der Mensch machen kann"

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befragen Lauenburger Schüler zwei Zeitzeugen. Aus bewegenden Erinnerungen und drastischen Worten werden Videos für Mitschüler und die Nachwelt. mehr

Als der Frieden in den Norden kam - Die Dokumentation

Drei Kinder fahren in der Nachkriegszeit auf einem Fahrrad. © NDR/Spiegel TV/privat

Als der Frieden in den Norden kam

Zwischen Hunger und Hoffnung: Das Ende des Zweiten Weltkriegs markiert einen schweren Neubeginn. Eine Dokumentation mit seltenen Archivbildern und Menschen, die das Kriegsende als Kind erlebt haben. mehr

Bild des zerstörten Hamburg, gedreht vom späteren Hollywoodregisseur George Stevens. Im Hintergrund ist die Nicolaikriche zu sehen, auf der Straße Männer in deutschen Uniformen. Sie hatten nicht anderes anzuziehen. © NDR/SpiegelTV

Kriegsende: Hollywood-Regisseur dreht im zerbombten Hamburg

Juni 1945: Hamburg ist eine Ruinenlandschaft. Seltene Farbaufnahmen zeigen das Bild der zerstörten Hansestadt. Gedreht hat sie der Hollywood-Regisseur und spätere Oscar-Preisträger George Stevens. mehr

Brigitte Remertz erzählt vom Kriegsende 1945 in Greifswald. © NDR

Das Schicksal eines tragischen Retters von Greifswald

Der Einmarsch der Roten Armee in Vorpommern im April 1945 bringt vielerorts großes Leid. Nur in Greifswald fällt kein Schuss. Siegfried Remertz hatte daran großen Anteil. Seine Tochter erinnert sich. mehr

Peter Maertens erzählt vom Kriegsende 1945 in Hamburg. © NDR

Zwischen Flak-Splittern und nahbaren Briten

Peter Maertens erlebt den Zweiten Weltkrieg als Junge in Hamburg. Seine jüdische Mutter überlebt den NS-Terror nur durch eine List. Mit dem Kriegsende weicht enormer Druck von der Familie. mehr

Eckhard Schimpf erzählt vom Kriegsende 1945 in Braunschweig. © NDR

"Du kannst weiterschlafen, es ist Frieden"

Im Mai 1945, vor 75 Jahren, kapituliert das Deutsche Reich. Wie erleben Kinder das Kriegsende und die Zeit danach? Eckhard Schimpf, heute 81 Jahre alt, erzählt aus Braunschweig. mehr

Bildmontage: Links eine Volksgasmaske. Rechts eine Petrolumlampe, die aus der Filterdose einer Volksgasmaske gefertigt wurde. © Herbert Wintersohl

Kriegsende: Wie aus Waffen Hausrat wurde

Nach 1945 sind Dosen, Siebe und anderer Hausrat Mangelware. Im Überfluss gibt es dagegen Kriegsschrott und halbfertige Rüstungsgüter. In der Not wurden etliche Militärartikel umfunktioniert. mehr

Kinder blicken neugierig in ein CARE-Paket. © CARE/www.care.de

CARE-Paket: US-Hilfe in Konservendosen

Corned Beef und Vollmilchpulver: Das CARE-Paket gilt als Sinnbild der Nachkriegsjahre. Als die Hilfspakete nach Deutschland kommen, wird Bremerhaven zum Drehkreuz für die Verteilung der Pakete. mehr

Konzentrationslager und deren Befreiung

Loren und Klinkerwerk auf dem Gelände des KZ Neuengamme (1944). © dpa Foto: Kz-Gedenkstätte_Neuengamme

KZ Neuengamme: Briten stoßen 1945 auf leeres Lager

Um die Spuren der Gewalt zu verwischen, lässt die SS das KZ Hamburg-Neuengamme im April 1945 komplett räumen. Als die Briten das Lager am 4. Mai 1945 erreichen, finden sie es leer vor. mehr

Angehöriger der ehemaligen Wachmannschaft des KZ Bergen-Belsen vor einem Lastwagen mit Leichen nach der Befreiung des Lagers am 15. April 1945. © picture-alliance / akg-images Foto: akg-images

KZ Bergen-Belsen: "Nichts als Leichen, Leichen, Leichen"

Hunger, Seuchen, Leichenberge: Das Leid der Häftlinge im KZ Bergen-Belsen war unvorstellbar. Vor 75 Jahren befreiten britische Truppen das Lager. Für Tausende kam die Hilfe zu spät. mehr

Adolf Haas in der Mitte einer Gruppe. © Kreismuseum Wewelsburg

Bergen-Belsen: Vom Bäcker zum KZ-Kommandanten

Der erste Kommandant des KZ Bergen-Belsen war Adolf Haas. Wie wurde aus einem gelernten Bäcker aus dem Westerwald ein SS-Obersturmbannführer? Ein Visual Storytelling von NDR.de. mehr

Angehörige der U.S.Army laden nach der Befreiung des KZ Buchenwald im April 1945 einen auf einer Trage liegenden kranken Häftling in einen Krankenwagen ein. © Yad Vashem, Jerusalem / Public Domain

Wie das KZ Buchenwald befreit wurde

Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, erreichen US-Truppen das KZ Buchenwald. Häftlinge planen dort bereits die Überwältigung der SS. In der DDR entsteht später der Mythos von der Selbstbefreiung. mehr

Ausgemergelte Männer liegen dicht an dicht in Holzkojen - Aufnahme von 1944 aus einer Gefangenen-Baracke in Auschwitz. © picture-alliance / Mary Evans Picture Library/WEIMA

Konzentrationslager: "Alltag" in der Hölle

Das Leben in den Konzentrationslagern war ein andauerndes Martyrium für die Gefangenen - und endete oftmals mit dem Tod. Der Willkür der SS waren die Häftlinge vollkommen ausgeliefert. mehr

Ein sowjetischer Militärarzt untersucht kurz nach der Auschwitz-Befreiung einen bis auf die Knochen abgemagerten Häftling aus Wien. © dpa - Bildarchiv

Auschwitz: "Das Schrecklichste, was ich je gesehen habe"

Am 27. Januar 1945 befreien russische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz. Nur noch 7.000 Gefangene sind am Leben. Mindestens 1,1 Millionen Menschen hatten die Nazis dort ermordet. mehr

Das ehemalige Klinkerwerk Neuengamme. © picture-alliance/dpa Foto: Soeren Stache

Politischer Widerstand brachte Muslime ins KZ

Gab es in den Konzentrationslagern der Nazis auch Muslime? Die Antwort darauf ist gar nicht so leicht. Denn ja, es gab Muslime in den KZs - aber dort waren sie nicht aus religiösen Gründen. mehr

Kriegsende und Aufarbeitung in Videos & Audios

Gedanken zur Zeit

Wolfgang Müller © NDR Foto: Christian Spielmann

Kommentar: Die Deutschen und der 8. Mai

In Berlin ist der 8. Mai in diesem Jahr einmalig ein Feiertag. Dies sei aber kein Tag zum Feiern, meint Wolfgang Müller im NDR Info Kommentar. mehr

Sabine Bode © picture-alliance/dpa Foto: Oliver Berg

Vergessene Generation: Das Leid von Kriegskindern

Die Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs sind noch heute zu spüren - zum Beispiel in der Psyche von Kriegskindern und Kriegsenkeln. Die Autorin Sabine Bode hat sich mit diesem Thema beschäftigt. mehr

Herfried Münkler © imago Foto: Christian Thiel

Nie wieder Krieg - Die Lehren aus dem 8. Mai 1945

Am 8. Mai 1945 kapituliert die Wehrmacht und die Alliierten befreien Deutschland vom Nationalsozialismus. Herfried Münkler spricht über die Lehren, die wir aus diesem Tag ziehen können. mehr

Militärhistoriker Professor Sönke Neitzel © Kai Bublitz

Deserteure: "Lenz war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus"

Lenz' Roman "Der Überläufer", jetzt verfilmt, zeigt das Dilemma aus Pflicht und Moral. Historiker Sönke Neitzel erklärt, wie nahe das Szenario an der Realität des Zweiten Weltkriegs ist und wie sich der Blick auf Deserteure verändert hat. mehr

Geschichtswettbewerb

Kinder spielen in der Nachkriegszeit in den Trummern und stehen auf einer Mauerkante. © picture-alliance  dpa Foto: picture-alliance  dpa

"Befreit! Und dann?" Jugendliche befragen Zeitzeugen

Unter dem Motto "Befreit! Und dann?" waren junge Menschen zwischen 15 und 25 aufgerufen, zum Thema Kriegsende zu recherchieren. Hier die besten Arbeiten des NDR Wettbewerbs. mehr

Wegmarken zum Kriegsende

Ausschnitt der Europa-Karte vom 1. Mai 1945 aus dem "Atlas of the World Battle Fronts in Semimonthly Phases" des United States War Department, 1945, der die Gebietslage in zweiwöchigen Abständen dokumentiert. © This image is a work of a U.S. Army soldier or employee, taken or made as part of that person's official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain. Foto: United States War Department, General Staff 1945

Chronik des Kriegsendes im Norden

Vor 75 Jahren ist der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen. Wie verliefen die letzten Kriegsmonate in Norddeutschland? Welche überregionalen Ereignisse waren relevant? Eine Chronik. mehr

Am Hafen von Pillau stehen Flüchtlingskarren, im Hintergrund zwei Schiffe. © picture-alliance / akg-images

Hunderttausende flüchten über die Ostsee

Nach der Offensive der Roten Armee im Januar 1945 ist Ostpreußen abgeschnitten. Die Menschen können nur noch über die Ostsee fliehen. Eine einmalige Rettungsaktion beginnt. mehr

Das Passagierschiff "Wilhelm Gustloff" nach dem Stapellauf in Mai 1937. © picture alliance

Die tragische Versenkung der "Wilhelm Gustloff"

Am 30. Januar 1945 treffen drei Torpedos die völlig überfüllte "Wilhelm Gustloff". Ein Sowjet-Kommandant hatte sie für ein Kriegsschiff gehalten. Ein Irrtum, bei dem Tausende Flüchtlinge sterben. mehr

Porträtfoto von Hans Leipelt © Angela Bottin

1945: Nazis töten Hamburger Widerstandskämpfer

1943 schließt sich der Hamburger Student Hans Leipelt der Widerstandsgruppe Weiße Rose gegen das NS-Regime an. Am 29. Januar 1945 wird er hingerichtet - wegen "Wehrkraftzersetzung und Volksverhetzung". mehr

Frauen und Männer des Volkssturms beim Ausheben eines Panzergrabens 1945 © picture-alliance / akg-images Foto: akg-images
15 Min

12. Februar 1945: Frauen und Mädchen zum Volkssturm

Deutschland zum Ende des Zweiten Weltkriegs: Nachdem bereits halbwüchsige Soldaten zur Waffe greifen müssen, werden am 12. Februar 1945 auch Frauen und Mädchen zum Hilfsdienst für den Volkssturm gerufen. 15 Min

Flüchtlingstreck nach dem Zweiten Weltkrieg. © dpa - Bildarchiv
3 Min

22. Februar 1945: Bomben auf Dannenberg

Als US-Bomber Anfang 1945 Dannenberg angreifen, befinden sich zahlreiche Flüchtlinge und Einheimische auf dem Marktplatz. 85 Menschen sterben, 34 Häuser werden total zerstört. 3 Min

Zerstörte Mehrfamilienhäuser in der Heysestraße im Westen der Stadt Swinemünde am 12. März 1945 © Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

März 1945: US-Bomben zerstören Seebad Swinemünde

Im März 1945 warten große Flüchtlings-Trecks in Swinemünde auf ein Schiff über die Ostsee in den Westen. Als US-Bomber das Seebad am 12. März unerwartet angreifen, sterben Tausende. mehr

Undatierte Aufnahme von der beflaggten Kommandatur des Konzentrationslagers Moringen © dpa - Bildfunk Foto: LKH Moringen

KZ Moringen: Ein Lager für "falsche" Jugendliche

Hunderte Jugendliche waren zur NS-Zeit in Moringen interniert. Denn sie hörten die "falsche" Musik, trugen die "falsche" Kleidung. Am 9. April 1945 wurde das Jugend-KZ von US-Truppen befreit. mehr

Drei Holzkreuze sind Teil des Mahnmahls an die Celler Hetzjagd auf KZ Häftlinge. © NDR Foto: Uwe Day

April 1945: Mörderische Hatz auf KZ-Häftlinge in Celle

In Celle wird im April 1945 ein Zug mit Häftlingen von Bomben getroffen. Einige Gefangene können flüchten. SS-Leute, Uniformierte und auch Celler Bürger eröffnen eine tödliche Hetzjagd auf sie. mehr

US-Truppen marschieren am Ende des Zweiten Weltkriegs in eine zerstörte Stadt ein. © dpa - Bildarchiv Foto: -

Ende und Anfang: Hannovers Befreiung zum Kriegsende

Stück für Stück erobern die Alliierten im April 1945 von Westen her Deutschland. Der Zweite Weltkrieg endet in Raten. Am 10. April erreichen US-Truppen mit Hannover eine weitgehend zerstörte Stadt. mehr

Gedenkstein auf dem Ehrenfriedhof am Lüneburger Stadtrand. © NDR Foto: Lars Gröning

Mord an KZ-Häftlingen in Lüneburg: Wer ist schuldig?

Nach einem Bombenabwurf auf einen Zug mit KZ-Häftlingen in Lüneburg fliehen die Überlebenden. 80 von ihnen werden am 11. April 1945 Jahren getötet. Nur ein Angeklagter wird 1946 schuldig gesprochen. mehr

Mitglieder der Hitler-Jugend stehen in einer Reihe vor ihrem Vorgesetzten. © picture-alliance / dpa Foto: dpa

Und dann sollten sie noch "Werwolf" werden

15-Jährige sollen am Ende des Krieges als "Werwölfe" das Blatt noch wenden. Auch in Hannover. Am 9. und 10. April 1945 entgehen sie im letzten Moment ihrem Schicksal. mehr

Ein Bild des jungen des "Henkers vom Emsland", Willi Herold, steht in einer Ausstellung. © NDR Foto: Hedwig Ahrens

"Henker vom Emsland" verübt Massaker an Gefangenen

Es sind die Wirren der letzten Kriegstage, die ermöglichen, dass der Gefreite Willi Herold eine fremde Uniform anzieht. Als "Hauptmann" verübt er ab dem 12. April 1945 im Emslandlager ein Massaker. mehr

Ein Ausschnitt eines alten Hochzeitsfotos mit Julius Katz (Bildmitte). © Calluna-Verlag

Die Rettung des Juden Julius Katz

Als die Nazis die Macht ergreifen, verliert der Jude Julius Katz aus Groß Oesingen seine Arbeit als Sattler. Doch er kommt durch, dank der Dorfbewohner. Dafür revanchiert er sich. mehr

Britische Bomben fallen bei einem Luftangriff 1945 auf Helgoland. © Museum Helgoland

Bombenangriff legt Helgoland in Schutt und Asche

Drei Wochen vor Kriegsende, am 18. April 1945, legen 979 britische Bomber die Insel Helgoland in Schutt und Asche. Tragisch: Kurz zuvor wollte eine Widerstandsgruppe die Insel friedlich übergeben. mehr

Dänische weiße Rotkreuz-Busse fahren durch Odense, Menschen am Straßenrand jubeln. © CC-BY-SA 2.0 © © CC-BY-SA 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en

Die Rettung mit den "Weißen Bussen"

In Geheimgesprächen organisiert das Schwedische Rote Kreuz kurz vor Kriegsende die Befreiung von rund 15.000 KZ-Häftlingen. Allein am 20. April 1945 werden 4.200 Insassen aus Neuengamme evakuiert. mehr

Ein britischer Soldat lauert vor dem Kriegerdenkmal in Uelzen. © picture-alliance Foto: picture-alliance / akg-images

Der letzte Kampf um die "Festung" Uelzen

Vor der Befreiung Uelzens 1945 entbrennt ein heftiger Häuserkampf. Hunderte Zwangsarbeiter in der Stadt hören bereits die britischen Truppen, doch die Retter kommen zu spät. mehr

„Flucht durch Mecklenburg-Vorpommern 1945 © NDR/National Archive and Records Administration Washington

Die letzten Kriegstage im Nordosten

Ende April 1945 erreicht die Rote Armee das heutige Mecklenburg-Vorpommern. Größere Gefechte bleiben aus, aber die Menschen müssen Hunger, Vertreibung und Vergewaltigungen erleiden. mehr

Findling mit Gedenk-Inschrift an der Bundesstraße 321 in Schwerin © NDR Foto: Axel Seitz

Todesmarsch nach Schwerin: Ideologisch verzerrtes Gedenken

Tausende KZ-Häftlinge aus Sachsenhausen erreichen auf ihrem Todesmarsch 1945 Schwerin - und werden von US-Truppen erlöst. Mahnmale zeigen aber noch heute die Rote Armee in der Rolle des Befreiers. mehr

Der Luxusliner "Cap Arcona" liegt in einem Hafen vor Anker. © picture alliance/akg-images

Untergang der "Cap Arcona": Briten-Irrtum und NS-Kalkül

Kurz vor Kriegsende, am 3. Mai 1945, versenken Briten die "Cap Arcona" und die "Thielbek" in der Lübecker Bucht. Sie vermuten darauf deutsche Truppen - ein Irrtum: An Bord sind 7.500 KZ-Häftlinge. mehr

Britische Soldaten marschieren am 3. Mai 1945 in Hamburg ein. © dpa Foto: Imperial War Museum

Am seidenen Faden: Hamburgs Weg zur Kapitulation

Kämpfen bis zum Untergang: So lautet noch im April 1945 Hitlers Befehl. Doch der Einsatz von drei mutigen Männern ebnet den Weg zur kampflosen Kapitulation Hamburgs am 3. Mai 1945. mehr

Der britische Feldmarschall Bernard Law Montgomery (2.v.r.) im Mai 1945 bei Lüneburg, während ihm eine deutsche Delegation unter Admiral Hans Georg von Friedeburg (l) die Übergabe der deutschen Truppen anbietet und um die Angabe der Bedingungen bittet. © dpa - Bildfunk

Der Frieden im Norden beginnt in Lüneburg

Wenige Tage vor dem offiziellen Kriegsende handelt der britische Feldmarschall Montgomery in der Lüneburger Heide eine Teilkapitulation für Nordwesteuropa aus. Am 4. Mai 1945 wird sie unterzeichnet. mehr

Menschen stehen am Strand und blicken auf ankernde Kriegsschiffe © Kirchspielarchiv Steinberg Foto: Walter Schöppe

"Regenbogen"-Befehl: U-Boot-Versenkung in der Geltinger Bucht

Am 5. Mai 1945 tritt die Teilkapitulation für Norddeutschland in Kraft. Doch entgegen der Vereinbarungen versenken deutsche U-Boot-Kommandanten ihre Boote - rund 50 allein in der Geltinger Bucht. mehr

Kurt Schumacher bei einer SPD-Parteiveranstaltung 1948 © dpa - Bildarchiv Foto: dpa

Wie in Hannover die SPD wieder aufgebaut wurde

6. Mai 1945: Die britischen Besatzer lassen noch keine neuen Parteien zu. Kurt Schumacher und andere Sozialdemokraten gründen dennoch ein SPD-Büro in Hannover - und damit die spätere Parteizentrale. mehr

Albert Speer,  Karl Dönitz und Alfred Jodl werden von britischen Soldaten bewacht ©  picture-alliance/ dpa

Als die SS-Verbrecher nach Flensburg kamen

Mai 1945 - Kriegsende in Flensburg: Die letzte Reichsregierung nimmt in Mürwik ihren Sitz. Gleichzeitig kommen Tausende SS-Angehörige, um auf der "Rattenlinie" ihre Spuren zu verwischen. mehr

Wehrmachtssoldaten ergeben sich 1945 und halten weiße Tücher hoch. © picture alliance/akg-images Foto: akg-images
15 Min

Befreiung oder Niederlage?

Am 8. Mai 1945 schweigen endlich die Waffen. Zuvor hatte Deutschland die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet. Als Befreiung empfanden das aber nur wenige Deutsche. 15 Min

Weitere Zeitzeugen-Berichte

Der Zweite Weltkrieg

Rauchsäulen über der Westerplatte in Danzig nach dem Angriff deutscher Soldaten am 1. September 1939. © picture-alliance

Kriegsbeginn 1939: Auftakt zum Inferno

Am 1. September 1939 greifen deutsche Einheiten das Nachbarland Polen an. Sie beginnen einen verbrecherischen Krieg ungeahnten Ausmaßes: den Zweiten Weltkrieg. mehr

Gedenkstein an die Opfer des Holocaust auf dem Jüdischen Friedhof in Rostock. © picture-alliance/ dpa/dpaweb Foto: Bernd Wüstneck

Holocaust - Das beispiellose Verbrechen

Mehr als sechs Millionen Juden wurden während der NS-Zeit von Deutschen systematisch ermordet. Jedes Jahr am 27. Januar erinnert ein Gedenktag an alle Opfer des Nationalsozialismus. mehr

Luftangriff amerikanischer Bomber © picture-alliance / dpa

Bombenkrieg: Der Tod kommt ins Hinterland

Der Bombenkrieg bedeutet eine neue Dimension der Kriegsführung. Er tötet nicht nur Soldaten an der Front, sondern auch Zivilisten im Hinterland und zerstört ganze Städte. mehr

Nachkriegszeit

Sogenannte Trümmerfrauen entsorgen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg Schutt mit Loren. © picture alliance / akg-images

Trauer, Trümmer, Teilung - und Aufbruch

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die deutschen Städte eine Trümmerlandschaft. Die Menschen haben Hunger und suchen Obdach. Deutschland wird in vier Besatzungszonen aufgeteilt. 1949 werden die BRD und DDR gegründet. mehr