Der Erste Weltkrieg

Anfang des 20. Jahrhunderts herrscht in Europa Aufbruchstimmung. Die technische Entwicklung schreitet voran, in der Kunst erregen ganz neue Strömungen wie der Expressionismus oder die Neue Musik Aufsehen. Doch dann macht der Erste Weltkrieg alles zunichte. Von 1914 bis 1918 kostet er rund 17 Millionen Menschen das Leben. Neben zehn Millionen Soldaten aus ganz Europa und Übersee sterben auch etwa sieben Millionen Zivilisten. Von den mehr als 13 Millionen deutschen Soldaten kommen zwei Millionen ums Leben, Millionen andere erleiden teils schwerste Verletzungen. Eine Revolution, die in Norddeutschland beginnt, setzt dem mörderischen Treiben schließlich ein Ende. Kaiser Wilhelm II. muss abdanken, Deutschland wird zur Republik.

Ein Sohn in Uniform mit seinem uniformierten Vater im Jahr 1914 © picture alliance

Vom Kriegsrausch zum Massensterben

Am 1. August 1914 erklärt Deutschland Russland den Krieg. Der Erste Weltkrieg beginnt, die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts". Auf anfänglichen Jubel folgt schnell die Ernüchterung. mehr

Das U-Boot "U 1" bei einer Fahrt auf der Ostsee.

"Blinder Maulwurf" wird zur tödlichen Waffe

Am 4. August 1906 wird in Kiel das erste U-Boot der kaiserlichen Marine zu Wasser gelassen. Anfangs von den Militärs wenig geschätzt, versenken U-Boote im Ersten Weltkrieg 6.000 Schiffe. mehr

Deutsche Luftschiffe überfliegen im Ersten Weltkrieg London (Zeichnung). ©  picture-alliance / akg-images

Als die Luftschiffe in den Krieg eingriffen

Im Ersten Weltkrieg setzt Deutschland Luftschiffe als Waffen ein. Beladen mit Bomben starten sie ab Januar 1915 von norddeutschen Stützpunkten. Ihre Ziele: Städte in England. mehr

Skagerrakschlacht: Dreadnought-Schlachtschiffe der Grand Fleet patrouillieren in der Nordsee bei rauem Seegang, 1916. © dpa bildfunk/NMRM

Skagerrak-Schlacht: 8.500 Tote in zwei Tagen

Ende Mai 1916 liefen sich die britische und die deutsche Flotte vor dem Skagerrak in der Nordsee eine der größten Seeschlachten der Geschichte. Die Verluste sind enorm. mehr

Das Fracht-U-Boot "Deutschland" 1916 vor Baltimore. © Harris & Ewing Collection/Library of Congress

Erstes U-Boot überquert den Atlantik

Um die britische Seeblockade zu umgehen, bauen die Deutschen im Ersten Weltkrieg in Kiel ein Handels-U-Boot. Es erreicht am 9. Juli 1916 unversehrt die USA. mehr

Eine weiߟe Lilie liegt  auf einem Kriegerdenkmal des Garnisonsfriedhofes in Berlin. © picture-alliance/dpa Foto: Wolfgang Kumm

Euphorie bis Ernüchterung

Als der Erste Weltkrieg begann, herrschte bei den meisten Deutschen große Begeisterung. Viele Männer zogen mit "Hurra" an die Front. Doch auf Kriegsrausch folgte die Todesangst. mehr

Ein deutscher Soldat steht im Jahr 1917 vor einem erbeuteten britischen Panzer. © DPA Bildfunk

Mit neuen Waffen zum Sieg?

Der Erste Weltkrieg war vor allem ein jahrelanger Stellungskrieg. Mit immer neuen Militärtechnologien versuchten die Generäle eine Entscheidung zu erzwingen. mehr

Kriegsgefangenenlager in Parchim © Privatarchiv Gerhard Schmidt, Parchim Foto: Privatarchiv Gerhard Schmidt, Parchim

Die verborgene Stadt

Bei Parchim befand sich im Ersten Weltkrieg eines der größten deutschen Kriegsgefangenenlager. Heute heben dort Flugzeuge ab und nur wenig erinnert an die bewegte Geschichte des Ortes. mehr

Gustav Noske spricht als Beauftragter der Reichsregierung am 5. November 1918 zu den U-Boot-Mannschaften in Kiel. © picture-alliance / akg-images

Die Revolution der Matrosen

Am 9. November 1918 endet die letzte deutsche Monarchie, Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft die Republik aus. Begonnen hat die Revolution in Wilhelmshaven und Kiel. mehr

Der französische Ministerpräsident Clemenceau eröffnet im Juni 1919 in Schloss Versailles die Sitzung zur Unterzeichnung des Friedensvertrages (Zeichnung von George Scott). © picture-alliance / dpa

Versailler Vertrag: Fragen und Antworten

Am 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag in Kraft. Deutschland wurde kleiner und musste die "Kriegsschuld" anerkennen. mehr

Denkmal zu Ehren des Infanterie-Regiments 76 am Dammtordamm in Hamburg © NDR Foto: Irene Altenmüller

Wo Hamburg an den Ersten Weltkrieg erinnert

Der Erste Weltkrieg trifft Hamburg hart: Während die Stadt hungert, sterben 42.000 Hamburger auf den Schlachtfeldern. An die Toten erinnern etliche Mahnmale und Gedenkstätten. mehr

Hintergründe und Originaltöne

Kriegsgefangene im niedersächsischen Lager Haaßel bei Selsingen. © europeana1914-1918 / Everett Sharp, Oxford University

"Wie lange soll das Morden noch dauern?"

Briefe eines Hamburger Soldaten, Bilder von Kriegsgefangenen in Niedersachsen und eine Liebe in Mecklenburg: NDR.de hat im Internetportal zum Ersten Weltkrieg, Europeana, gestöbert. mehr

Norddeutsche Geschichte