Stand: 23.07.2018 21:00 Uhr

Rosazea erkennen und behandeln

Diagnose

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Der Arzt kann die Haut mit einer speziellen Vergrößerungskamera untersuchen.

Der Hautarzt untersucht äußerlich und fragt nach Krankengeschichte und Faktoren, die die Symptome verschlimmern. In seltenen Fällen wird eine Blutprobe oder Probe der Gesichtshaut entnommen, um andere Krankheiten (etwa Lupus erythematodes) auszuschließen. Besteht der Verdacht, dass die Rosazea die Augen befallen hat, ist eine augenärztliche Untersuchung nötig.

Therapie

Meist lassen sich die Symptome gut behandeln. Betroffene können erneute Krankheitsschübe verhindern, indem sie deren Auslöser vermeiden. Verzichten sollten sie in erster Linie auf Alkohol, denn er wirkt gefäßerweiternd - sehr heiße Getränke und scharf gewürzte Speisen ebenso. Schweinefleisch und Wurstwaren begünstigen Entzündungen, das gleiche gilt für Übergewicht. Gewichtsabnahme kann also die Krankheit bessern.

Starke Reize meiden

Um das Immunsystem zu stärken, empfehlen sich Probiotika und eine entzündungshemmende Ernährung mit weitgehendem Verzicht auf Zucker und Weizen. Intervallfasten kann helfen, die Leber zu entlasten. Auch Bewegung, besonders im Freien, stärkt die Abwehrkräfte - und reduziert zugleich die Stresshormone. Stress, Saunagänge und anstrengender Sport können Krankheitsschübe auslösen. Besser sind Spaziergänge, Radtouren und Entspannung.

Bei akutem Erröten können kalte Getränke und das Lutschen von Eisstückchen kurzfristig Abhilfe schaffen. Gegen Sonneneinstrahlung helfen Schatten und Lichtschutzcreme, die ganzjährig aufgetragen werden sollte.

Mit der richtigen Hautpflege können Betroffene Symptome mildern, allerdings sollten Inhaltsstoffe immer sorgfältig geprüft werden. Alkohol, Menthol, Hyaluronsäure und Kampfer gilt es zu meiden, Glycerin oder Silikonöl werden besser vertragen. Rötungen lassen sich mit Produkten in Grüntönen abdecken (Camouflage), bei Schwellungen helfen leichte Gesichtsmassagen.

Medikamente und Lasertherapie

Bisher ist es nicht gelungen, einen Wirkstoff zu finden, der die Rosazea dauerhaft reduziert oder ganz abheilen lässt. Zur äußerlichen Behandlung von Rosazea verschreiben Hautärzte oft Cremes und Gele mit Azelainsäure oder dem Antibiotikum Metronidazol. Auch Ivermectin, ein Insektizid, kann oral oder als Salbe zur Anwendung kommen, um den Haarbalgmilben den Garaus zu machen. Es dauert allerdings ein paar Wochen, bis sich das Hautbild durch die Anwendung verbessert. Kortison dagegen eignet sich nicht, es verschlimmert die Symptome.

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Nach dem Veröden der Stellen mit Laser sieht das Gesicht zuerst schlimmer aus als je zuvor.

Ein stark wirksames Mittel ist das hormonähnliche Isotretinoin. Dieses Medikament ist in Deutschland nur zur Behandlung schwerer Akne zugelassen, und es kann zahlreiche Nebenwirkungen haben, unter anderem Haut- und Schleimhautreizungen. Es darf nicht von Frauen benutzt werden, die schwanger werden könnten, da der Wirkstoff zu Fehlbildungen beim ungeborenen Kind führen kann.

Mit Lasergeräten lassen sich Rötungen, Knötchen und Schwellungen vorübergehend entfernen, auch erweiterte Blutgefäße im Gesicht lassen sich mit Lasertherapie verringern. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Rosazea zurückkehrt. Wucherungen können mit einem Skalpell abgetragen oder mit Flüssigstickstoff behandelt werden.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 23.07.2018 | 21:00 Uhr

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