Ernährung bei Rosazea: reizarm und entzündungshemmend

Stand: 04.10.2021 14:30 Uhr

Bei Rosazea ist eine antientzündliche Ernährung angezeigt, damit die Hautstellen zum Abklingen kommen und das Immunsystem gestärkt wird. Insbesondere sollten weniger Zucker und Fleisch auf den Tisch kommen.

Die Rötungen, Papeln und Pusteln bei Roszea sind sichtbare Anzeichen einer Entzündung. Unterschiedliche Auslöser, "Trigger" genannt, können bei Betroffenen neue entzündliche Schübe verursachen. Deshalb kann eine antientzündliche Ernährung helfen. Das bedeutet:

  • Zuckerkonsum drastisch einschränken,
  • wenig tierische Produkte,
  • viel Gemüse, Obst und gesunde Pflanzenöle.

Meist wirkt sich auch das Weglassen von Weizenprodukten und Kuhmilch positiv auf den Stoffwechsel aus. Verzichten sollten Betroffene zudem auf Alkohol, denn er wirkt gefäßerweiternd - sehr heiße Getränke und scharf gewürzte Speisen ebenso.

Ernährungsumstellung nach Plan

Ein Ernährungstagebuch ist oftmals hilfreich, um einen Überblick über die bisherige Ernährung zu gewinnen und bei der Umstellung am Ball zu bleiben.

Downloads
Holzwegweiser mit den Aufschriften "vielleicht", "falsch", "richtig" und "kommt drauf an". © Chris_pl/fotolia Foto: Chris_pl

Die ausführlichen Therapie-Empfehlungen (PDF)

Antientzündlich, zucker- und reizarm, ohne Weizen: Die wichtigsten Infos und Lebensmittel-Empfehlungen bei Rosazea auf einen Blick. Download (100 KB)

Die Gewürzmischung Ras el hanout in einer Dose und auf einer Arbeitsfläche verstreut. © fotolia.com Foto: Anna Quaglia

Entzündungshemmende Lebensmittel im Überblick (PDF)

Vitamine und andere Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren - wo stecken sie drin? Unsere Liste macht Ihre Küche zur Hausapotheke. Download (40 KB)

Ernährungstagebuch: Vorlage im DIN-A4-Format (PDF)

Mit dieser Vorlage lassen sich Ernährung, Beschwerden und Bewegung protokollieren. Download (55 KB)

Der Tagesplan zum Ankreuzen (PDF)

Umstellung leicht gemacht: Teilnehmerin Sandra Reithmayr hat die Tipps der Docs grafisch umgesetzt. Download (861 KB)

Intervallfasten zur Selbstheilung und Gewichtsreduktion

Wer zu viele Pfunde auf den Rippen hat, sollte sein Gewicht reduzieren, weil besonders das Bauchfett (Viszeralfett) entzündungsfördernde Botenstoffe aussendet. Gewichtsabnahme kann also die Krankheit bessern. Vielen Menschen hilft dabei das sogenannte Intervallfasten. Das zeitweise Fasten trägt außerdem dazu bei, die Leber - unser Entgiftungsorgan - zu entlasten. Auch bittere Pflanzen wie Chicoree oder Rucola regen die Leber an. Um das Immunsystem generell zu stärken, empfehlen sich Probiotika und Präbiotika.

Was essen bei Rosazea? Lebensmittel im Überblick

Brot, Getreide und Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Reis

2 handtellergroße Portionen/ Tag
Empfehlenswert:
Vollkornbrot (bevorzugt aus Hafer, Dinkel, Roggen, Reis-, Maismehl); Müslis und (Pseudo-) Getreideprodukte aus Hafer, Dinkel, Buchweizen, Hirse, Amarant, Quinoa oder Samen wie Lein-, Flohsamen;
Kartoffeln, Polenta, Reis, Reisnudeln,  Maisnudeln, Asia-Glasnudeln, Buchweizennudeln (Soba)
Nicht empfehlenswert:
Weißbrot, Toastbrot, Croissant, Knäckebrot, Zwieback, Weizen- und Milchbrötchen, Laugengebäck;
Hartweizennudeln, Couscous, Bulgur, geschälter Reis, Pommes, Kroketten, Kartoffelbrei, Pfannkuchen, Kartoffelpuffer;
Fast Food, Fertigprodukte

 

Weitere Informationen
Thunfischmuffins liegen auf einem Holzbrett. © NDR Foto: Claudia Timmann

Rezepte bei Rosazea

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Schematische Darstellung: © NDR

Rosazea behandeln: Was hilft gegen die Gesichtsrötung?

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Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 04.10.2021 | 21:00 Uhr

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