Sendedatum: 08.07.2008 20:15 Uhr  | Archiv

Herzversagen - Rettende Mini-Herz-Lungen-Maschine

Rund 28.000 Patienten geraten nach einem Herzinfarkt in einen sogenannten kardiogenen Schock. Dabei fällt der Blutdruck extrem ab, das Herz kann nicht mehr ausreichend pumpen und lebenswichtige Organe wie das Gehirn werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Oft können diese Patienten nicht schnell genug behandelt werden, weil die Bereitstellung der lebensrettenden Herz-Lungen-Maschine zu lange dauert.

VIDEO: Herzversagen - Rettende Mini-Herz-Lungen-Maschine (5 Min)

Um das zu ändern, haben Forscher eine mobile Herz-Lungen-Maschine entwickelt, die innerhalb weniger Minuten überall einsetzbar sein soll. Während herkömmliche Herz-Lungen-Maschinen die Ausmaße eines großen Schreibtisches und ein Gewicht von rund 200 Kilogramm haben, ist das neue Gerät nur noch so groß wie eine Kabeltrommel, tragbar und innerhalb von fünf Minuten einsatzbereit. Weder für die Installation des Schlauchsystems noch für die Bedienung benötigt der Arzt den bisher unverzichtbaren Kardiotechniker. Innerhalb kürzester Zeit kann die Maschine so noch vor Ort die Sauerstoffversorgung des Patienten übernehmen.

Bisher sind sieben Geräte in deutschen Herzzentren im Einsatz, künftig sollen sie in allen Krankenhäusern und langfristig auch in Notarztwagen und Rettungshubschraubern zum Standard gehören.

Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Dr. Franz Xaver Kleber
Direktor der Klinik für Innere Medizin

Dr. Steffen Sonntag
Ambulanz für Herzinsuffizienz inkl. Integrierte Versorgung'
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Straße 7
12683 Berlin
Tel. (030) 56 81 36 01
Fax (030) 56 81 36 03

Michael Brieske
Vorstand Technik
Lifebridge® Medizintechnik AG
Simon-Ohm-Straße 1
84539 Ampfing
Tel. (089) 30 66 91 80
Fax (089) 30 66 91 81

Autorin des Ferrnsehbeitrags:
Susanne Kluge-Paustian

Dieses Thema im Programm:

08.07.2008 | 20:15 Uhr

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