Stand: 02.05.2018 15:31 Uhr  | Archiv

Wie Hunde Menschen mit Allergie helfen

Schale mit Früchtemüsli © Fotolia.de Foto: wsf-f
Auch Lebensmittel, denen man es nicht ansieht, können Spuren von Erdnüssen enthalten, etwa Müsli oder Schokolade.

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen steigt die Zahl der Menschen, die unter Allergien leiden. Das trifft auch auf  Lebensmittelsallergien zu - insbesondere auf Erdnüsse. Betroffene reagieren mit Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag oder Atemnot. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einem Kreislauf- und Atemstillstand kommen. Manchmal reicht schon eine kleine Spur einer Erdnuss, um eine solche lebensbedrohliche Reaktionen auszulösen.

Ausgebildete Hunde können Allergene erschnüffeln

Ein Hund schnüffelt an einem Keks, den eine Frau ihm hinhält. © imago/BE&W
Hunde können sehr gut riechen. Deshalb kann man sie als Spür- oder Warnhunde einsetzen.

Ob Lebensmittel Spuren von Erdnüssen enthalten, ist aber meist nicht eindeutig zu erkennen. Speziell ausgebildete Hunde können Betroffenen dabei helfen, für sie ungeeignete Nahrungsmittel zu erkennen und sie auf diese Weise schützen. Die sogenannten Allergie-Warnhunde werden darauf trainiert, bestimmte Allergene zu erschnüffeln. Bevor der Mensch etwa in ein Brötchen oder ein Stück Kuchen beißt, lässt er seinen Hund daran riechen.

Die Ausbildung zum Allergie-Warnhund dauert etwa anderthalb Jahre. Geeignet sind grundsätzlich alle lernwilligen Hunde. Beschränkungen auf bestimmte Allergien gibt es nicht. "Der Schnüffelsinn der Hunde kann auf nahezu alle Allergene konditioniert werden, es klappt fast immer", sagt Hundetrainerin Kirsten Cadow.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 07.05.2018 | 06:20 Uhr

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