Stand: 15.02.2016 10:09 Uhr  | Archiv

Untergewicht erkennen und behandeln

Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat, kann sich kaum vorstellen, dass das Gegenteil genauso zum Problem werden kann: Untergewicht - aufgrund von Krankheit, Alter oder zu geringer Kalorienaufnahme. Wenn die Pfunde purzeln und der Körper an seine Reserven geht, ist Vorsicht angebracht. In den meisten Fällen ist das ein Alarmsignal, dass wichtige Nährstoffe fehlen oder nicht aufgenommen werden können.

Bei den Ernährungs-Docs
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Die Ernährungs-Docs

Untergewicht: Wie man die Abnehmspirale stoppt

06.08.2018 21:00 Uhr
Die Ernährungs-Docs

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Ursache

Bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 18,5 und darunter spricht man von Untergewicht. Allerdings bestimmen auch die Erbanlagen und der Körperbau, ob das Gewicht noch in Ordnung ist. Solange keine Mangelerscheinungen an Vitaminen und Mineralstoffen auftreten, muss man nicht zwangsläufig etwas unternehmen.

Bei starkem Untergewicht und Mangelernährung erhöhen sich jedoch das Infektionsrisiko und die Sterblichkeit - da wird es also bedrohlich. Mangelernährung liegt oftmals an einer chronischen Krankheit und den Nebenwirkungen ihrer Behandlung. Bei einer deutlichen Abmagerung (zum Beispiel durch längeres Fasten, Magersucht, Schilddrüsenüberfunktion) sprechen Mediziner von Inanition, der Körper baut die Speicherfettdepots ab. Bestimmte schwere Krankheiten gehen darüber hinaus mit körperlicher Auszehrung (Kachexie) einher: Wenn die Fettdepots leer sind, verbrennt der Körper seine Muskelmasse und sein Baufett - also die letzten Fettreserven, zum Beispiel unter den Fußsohlen, am Gesäß, das Pufferfett um die inneren Organe und unter dem Augapfel. Das kann beispielweise bei Krebs passieren (Tumorkachexie), bei Asthma, COPD und anderen chronischen Lungenerkrankungen (pulmonale Kachexie, deutsch: lungenbedingte Magersucht) oder bei chronischen Darmerkrankungen. Hier ist dringend eine ernährungsmedizinische Intervention erforderlich.

Symptome

Untergewichtige fühlen sich häufig nur eingeschränkt leistungsfähig, sind müde und haben Konzentrationsstörungen. Durch Unterernährung können Vitamin- oder Mineralstoff-Mangelerscheinungen auftreten, etwa Risse in den Mundwinkeln, trockene Haut und häufige Infekte. Untergewicht verlangsamt den Stoffwechsel und bei Kindern das Wachstum. Bei Frauen kann die Menstruationsblutung ausbleiben.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 15.02.2016 | 21:00 Uhr

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