Stand: 03.06.2019 15:33 Uhr

Tiefe Hirnstimulation: Hilfe bei Parkinson

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Der Einsatz eines Hirnschrittmachers erfordert ein erfahrenes Chirurgen-Team.

Die sogenannte tiefe Hirnstimulation ist ein Verfahren zur Behandlung von Bewegungsstörungen wie der Parkinson-Krankheit. Dabei setzen Neurochirurgen dünne Stimulationselektroden ("Hirnschrittmacher") in bestimmte Hirngebiete ein. Die elektrischen Impulse sollen die krankheitsbedingte Übererregung in den Arealen hemmen und dadurch die Symptome lindern.

Studien zeigen, dass die tiefe Hirnstimulation häufig bessert wirkt als die medikamentöse Therapie. Der Effekt ist jedoch bei verschiedenen Betroffenen unterschiedlich stark. Im Allgemeinen wird die tiefe Hirnstimulation erst eingesetzt, wenn die Therapie mit Medikamenten ausgeschöpft ist.

Parkinson Patient

Tiefe Hirnstimulation: Hilfe bei Parkinson

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Wenn Medikamente nicht mehr helfen, können sich Parkinson-Kranke einen Hirnschrittmacher einsetzen lassen. Die tiefe Hirnstimulation soll Beschwerden wie Zittern in den Händen reduzieren.

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Hirnoperation am wachen Patienten

Ein Team aus Neurochirurgen, Neurologen und Elektrophysiologen arbeitet zusammen, um im Gehirn den idealen Zielpunkt des Hirnschrittmachers in bestimmten Nervenzellkernen des Gehirns zu finden. Dazu wird in Vollnarkose eine Kernspintomografie durchgeführt. Während der Operation muss der Betroffene vorübergehend wach sein, um die Besserung der Symptome während der Stimulation genau austesten zu können.

Im Anschluss werden die Elektroden mit einem Steuergerät, dem Hirnschrittmacher, verbunden, der unterhalb des Schlüsselbeins implantiert wird. Einige Tage nach der Operation wird das Gerät erstmals eingeschaltet und nachjustiert. Eine Feinjustierung ist jederzeit möglich, um das beste Ergebnis zu erreichen - beispielsweise das Zittern zu reduzieren, ohne dass Erkrankte etwas von den Impulsen des Schrittmachers spüren.

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Experten zum Thema

Dr. Steffen Paschen, Funktionsoberarzt Tiefe Hirnstimulation, Bewegungsstörungen
Klinik für Neurologie
Dr. Ann-Kristin Helmers, Assistenzärztin
Klinik für Neurochirurgie
Neurozentrum
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel
Arnold-Heller-Straße 3, Haus 41
24105 Kiel
(0431) 500-238 42
www.uksh.de

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Visite | 04.06.2019 | 20:15 Uhr

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