Stand: 11.07.2017 11:29 Uhr  | Archiv

So schützen Sie sich vor Hautkrebs

Eine Sonne aus Sonnencreme auf der Haut einer Frau. © fotolia Foto: rh2010
Ohne ausreichenden Schutz sollte man sich auf keinen Fall längere Zeit der Sonne aussetzen.

Sonnenlicht tut uns gut, die UV-Strahlung kann der Haut aber auch schaden. Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Ärzte warnen deshalb eindringlich davor, sich ungeschützt der Sonne auszusetzen. Wie schützt man sich effektiv? Die Hamburger Hautärztin Dr. Melanie Hartmann gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wie schützt man sich am besten vor der Sonne?

Man sollte eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und sich ausreichend eincremen. Empfehlenswert ist Faktor 30 bis 50, da sollte man - besonders bei empfindlicher Haut - keine Kompromisse machen. Der Sonnenschutz sollte rechtzeitig auftragen werden, am besten eine halbe Stunde, bevor man das Haus verlässt. Dann kann die Creme richtig einziehen und ihre Wirkung entfalten. Auch das regelmäßige Nachcremen ist wichtig, etwa wenn man im Wasser war oder Sport getrieben hat und geschwitzt hat.

Was sagt der Lichtschutzfaktor genau aus?

Er gibt an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, als wenn man nicht eingecremt ist. Wenn man zum Beispiel ohne Schutz nach zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommt und eine Creme mit Lichtschutzfaktor 50 verwendet, kann man 50 Mal zehn Minuten in der Sonne bleiben.

Muss man sich auch eincremen, wenn man schon vorgebräunt ist?

Die Pigmentdichte schützt uns tatsächlich vor neu eindringender Sonne. Wenn man schon vorgebräunt oder generell ein dunklerer Hauttyp ist, braucht man keinen so hohen Lichtschutzfaktor wie jemand, der sehr weiße Haut und kaum eigene Pigmente hat oder noch gar nicht vorgebräunt ist.

Nehmen die Fälle von Hautkrebs zu?

Ja, die Anzahl an Hautkrebserkrankungen steigt, aber wir haben auch die Möglichkeit, sie früher zu erkennen. Dank moderner Technik können Ärzte immer dünnere Melanome (Schwarzer Hautkrebs) finden. Außerdem hat die Disziplin zugenommen, regelmäßig zum Hautarzt zu gehen. Es werden mehr Screenings durchgeführt, die ja auch von den Krankenkassen unterstützt werden. All diese Faktoren führen dazu, dass eine erhöhte Zahl von Hautkrebsfällen zu verzeichnen ist.

Woran erkennt man Schäden an der Haut und wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei dunklen Muttermalen sollte man einmal im Jahr zur Hautkrebs-Vorsorge gehen, auch wenn man selbst keine Veränderung wahrnimmt. Stellt man fest, dass Muttermale sich verändern oder wachsen, ist ein zeitnaher Arztbesuch ebenfalls ratsam. Es gibt auch helle Hautkrebse, die wie ein Ausschlag oder schuppige Haut aussehen. Spätestens wenn diese bluten, sollte man einen Hautarzt aufsuchen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Radio-Visite | 11.07.2017 | 09:20 Uhr

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