Sendedatum: 10.01.2017 20:15 Uhr  | Archiv

Schwere Beine

Die Beine eines Tango-Paares © Picture-Alliance/KEYSTONE
Man unterscheidet primäre und sekundäre Krampfadern.

Damit die Venenklappen gut funktionieren, muss die Gefäßwand ausreichend gespannt sein. Ist sie, meist aufgrund einer allgemeinen Bindegewebsschwäche, ausgeleiert, können die Klappen nicht mehr richtig schließen. Das Blut strömt dann von den tiefen Beinvenen, die unter einem höheren Druck stehen, in die oberflächlichen. Durch diese Umkehr der Fließrichtung werden weitere Venenklappen zerstört, die oberflächlichen Venen erweitern sich: Krampfadern entstehen sichtbar unter der Haut.

Etwa zehn Prozent der Menschen haben eine Klappeninsuffizienz, die zu einem dauerhaft erhöhten Blutdruck in den Beinvenen führen kann. In der Folge dieser venösen Stauung kommt es zum Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe, das Bein schwillt an, Mediziner sprechen von Ödemen - ein häufige Folge der Venenschwäche.

VIDEO: "Venenleiden sind ein weites Spektrum" (2 Min)

Besonders problematisch ist es, wenn die tiefen Beinvenen erkranken, meist durch ein Blutgerinnsel, das, oft unbemerkt, zeitweilig den Blutstrom behindert. Bei einer solchen Thrombose sucht sich das Blut seinen Weg über die oberflächlichen Venen. Sie werden dicker, leiern aus - es entstehen sichtbare Krampfadern, deren Ursache in der Tiefes des Beines liegt.

Führt eine Erkrankung wie zum Beispiel eine Leberzirrhose oder eine Thrombose durch chronischen Rückstau in die Venen zur Entwicklung von Krampfadern, spricht man von sekundären Varizen, während primäre Krampfadern ohne Vorerkrankung auftreten.

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