Stand: 06.05.2019 17:01 Uhr

Operation Leben: Luftrettung per Helikopter

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Rettungshubschrauber sind ähnlich ausgestattet wie ein Rettungswagen.

Die Luftrettung mit dem Rettungshubschrauber ergänzt in Deutschland die Rettungsdienste am Boden. Vor allem in ländlichen Gebieten kommt der Helikopter zum Einsatz, wenn ein schnelles Eingreifen erforderlich ist und es keine andere Möglichkeit gibt, einen Notarzt schnell genug zum Patienten zu bringen oder einen Patienten schnell genug in eine geeignete Klinik zu transportieren. Dafür haben die Hubschrauber eine vergleichbare Ausstattung wie ein Rettungswagen an Bord, zum Beispiel ein Gerät für künstliche Beatmung, Monitorüberwachung, Spritzenautomaten und die wichtigsten Medikamente.

Helikopter der ADAC Luftrettung

Operation Leben: Luftrettung per Helikopter

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Bei medizinischen Notfällen spielt die Luftrettung per Hubschrauber eine wichtige Rolle. Vor allem in ländlichen Gebieten kommen die Helikopter zum Einsatz.

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Luftrettung in Deutschland fast flächendeckend

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über ein nahezu flächendeckendes Luftrettungssystem, das in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich organisiert ist. Die meisten der derzeit 89 Rettungshubschrauber an 84 Standorten sind in die primäre Luftrettung eingebunden, können aber auch Patiententransporte in weiter entfernte Spezialkliniken durchführen.

Betreiber der Luftrettungs-Stationen

Mit 35 Hubschraubern an 33 Standorten ist der ADAC der größte Betreiber von Luftrettungs-Stationen, die DRF-Luftrettung verfügt über 30 Helikopter an 28 Standorten, das Bundesinnenministerium über zwölf, die Johanniter-Unfallhilfe über sechs. Der SAR-Dienst der Bundeswehr betreibt sechs Hubschrauber, die rund um die Uhr einsatzbereit sind.

Insgesamt sind bundesweit 21 Hubschrauber auch nachts verfügbar. Obwohl Rettungshubschrauber prinzipiell auch bei Nacht eingesetzt werden können, sind Landungen in unbekanntem Gelände so riskant, dass Nachteinsätze nur sehr selten geflogen werden, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. In der Regel dienen Nachtflüge eher Verlegungen von Klinik zu Klinik mit gut ausgeleuchteten Landeplattformen.

Leitstelle entscheidet: Rettungswagen oder Hubschrauber?

Welches Rettungsmittel zum Einsatz kommt, disponiert die örtliche Rettungsleitstelle nach Eingang des Notrufs. Bei der Entscheidung, ob der Transport im Rettungswagen oder im Hubschrauber erfolgt, spielen vor allem der Zeitfaktor und der Zustand des Patienten die entscheidende Rolle. In ländlichen Bereichen und strukturschwachen Gebieten spielt die Luftrettung eine immer größere Rolle, da die medizinische Versorgung vor Ort oft nicht ausreicht, um Patienten im Notfall richtig zu versorgen. Auch der medizinische Fortschritt führt durch die damit verbundene zunehmenden Spezialisierung der Kliniken zu einem Anstieg der Luftrettungseinsätze.

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Experten zum Thema

Dr. Jonas Boelsen, Geschäftsführender Leitender Oberarzt
Dr. Andreas Callies, Oberarzt Notfallmedizin
Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
Klinikum Links der Weser
Klinikverbund Bremen
Senator-Weßling-Straße 1
28277 Bremen
www.gesundheitnord.de

Rüdiger Engler, Pilot Christoph 6 (Bremen)

Heiko Haase, Rettungssanitäter
ADAC Weser-Ems e.V.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 07.05.2019 | 20:15 Uhr

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