Stand: 29.05.2018 09:51 Uhr  | Archiv

Riskant: Operation der Hauptschlagader

Arzt bei einer Operation am Herzen. © colourbox
Die Aortentransplantation ist ein anspruchsvoller Eingriff.

Eine Aortentransplantation ist ein sehr aufwendiger Eingriff, der in Deutschland weniger als 100 Mal im Jahr durchgeführt wird. Zum Vergleich: Pro Jahr werden hierzulande mehr als 1.000 Lebern transplantiert. Die Hauptschlagader (Aorta) entspringt am Herzen und führt bis zum Becken, wo sie sich in die Beinschlagadern aufspaltet. Sie nimmt das Blut für den Körperkreislauf aus dem Herzen auf und wird dadurch extrem beansprucht: 7.200 Liter pro Tag pumpt das Herz mit mehr als 115.000 Pulsschlägen hindurch.

Aneurysma der Hauptschlagader kann OP nötig machen

Eine sackartige Ausbuchtung in der Wand der Hauptschlagader, ein sogenanntes Aneurysma, kann lebensbedrohlich sein und muss deshalb ab einer bestimmten Größe operiert werden. In der Regel wird dafür eine künstliche Gefäßprothese verwendet. Funktioniert das nicht, kann die Aorta eines passenden Organspenders die Lösung sein. Sie wird bei Organspendern ebenso entnommen wie Nieren, Herz oder Hornhaut.

Anspruchsvolle Operation

Die Operation ist äußerst anspruchsvoll, ein Erfolg ist nicht garantiert. Gelingt die Transplantation der Aorta, muss die körpereigene Immunabwehr allerdings weniger stark unterdrückt werden als bei anderen Organen: Weil das Blut sehr schnell durch die Aorta gepumpt wird, ist die Kontaktzeit mit der Gefäßwand und damit das Risiko einer Abstoßungsreaktion relativ gering.

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Interviewpartner

Dr. Peter Dollinger, Chefarzt
Klinik für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie
DRK Kliniken Berlin-Mitte
Drontheimer Straße 39-40, 13359 Berlin
Tel. (030) 30 35-64 61, Fax (030) 30 35-60 58
Internet: www.drk-kliniken-berlin.de

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Visite | 29.05.2018 | 20:15 Uhr

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