Stand: 05.03.2019 09:35 Uhr  | Archiv

Mykobakterium Marinum: Gefahr aus dem Aquarium

Mycobacterium marinum ist ein Stäbchenbakterium aus der Familie Mycobacteriaceae. © https://commons.wikimedia.org
Das Mykobakterium Marinum kann auf der Haut zu sogenannten Granulomen führen.

Beim Reinigen des Aquariums kann man sich mit dem Krankheitserreger Mykobakterium Marinum infizieren. Der Krankheitserreger lebt normalerweise in Süß- oder Salzwasser mit einer Temperatur von mindestens 26 Grad, kommt aber auch in Aquarien vor. Über eine offene Wunde, etwa an der Hand oder am Unterarm, kann das sogenannte Stäbchenbakterium Menschen infizieren.

Symptome

Der Erreger löst eine Infektion aus, die zu Rötung, starker Schwellung und häufig auch Knoten führt, sogenannte Aquarien- oder Schwimmbadgranulome. Der Erreger breitet sich nicht im ganzen Körper aus, weil die Körpertemperatur von 37 Grad für das Mykobakterium Marinum zu warm ist.

Diagnose und Therapie

Das Bakterium braucht sehr lange, um zu wachsen. Ein Langzeittest im Labor dauert mehrere Wochen. Der Erreger wird mit Medikamenten behandelt. Die Therapie kann mehrere Monate dauern.

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Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt
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Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen GmbH
St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen
www.roteskreuzkrankenhaus.de

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Visite | 05.03.2019 | 20:15 Uhr

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