Stand: 22.05.2020 15:22 Uhr  - Visite

Warum mediterrane Küche so gesund ist

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Olivenöl ist wesentlicher Bestandteil der Mittelmeerküche.

Die mediterrane Küche genießt den Ruf, abwechslungsreich und gesund zu sein. Spanier gelten als die gesündesten Menschen Europas, auch Griechen und Italiener haben eine relativ hohe Lebenserwartung. Beträchtlichen Anteil daran dürfte die Ernährung haben.

Auf dem Speiseplan stehen in Südeuropa vor allem Gemüse und frisches Obst, dazu wenig Fleisch und dafür viel Fisch und Meeresfrüchte, gesunde Gewürze sowie kalt gepresstes Olivenöl. Wichtig sind nicht nur die einzelnen Lebensmittel, sondern auch das Prinzip: Mittelmeerkost ist frisch, regional und saisonal.

Gesundes Gemüse: Tomaten, Paprika, Zucchini

Ein wichtiger Bestandteil vor allem der spanischen Küche sind Tomaten. Sie stecken zum Beispiel in der traditionellen kalten Tomatensuppe Gazpacho aus Andalusien und enthalten viel Lycopin. Der sekundäre Pflanzenstoff schützt vor Arterienverkalkung und reduziert das Schlaganfall-Risiko.

Auch Paprika gehört in eine Gazpacho. Er liefert neben Vitaminen vor allem Magnesium und Zink. Magnesium ist wichtig für die Muskeln. Zink wird unter anderem für die Wundheilung benötigt.

Die vor allem in der italienischen Küche gern verwendeten Zucchini gelten als ideale Schlankmacher: Kürbispflanzen liefern viel Volumen, enthalten aber kaum Kalorien, fast kein Fett und nur sehr wenig Kohlenhydrate. Besser als die meist verwendeten grünen Zucchini sind übrigens die alten italienischen Sorten, die rund oder gelb und wesentlich intensiver im Geschmack sind.

Käse liefert Eiweiß und Kalziun

Die Mittelmeerküche bietet eine reichhaltige Auswahl an Käsesorten. Vor allem Schafskäse wie der griechische Feta und der spanische Manchego oder Ziegenkäse sind gesunde Lieferanten von Eiweiß und Kalzium - wichtig für Muskeln und Knochen.

Fleisch von freilaufenden Tieren

Fleisch hat in der mediterranen Kost einen viel geringeren Anteil als zum Beispiel in Deutschland. Oft stammt es nicht wie hierzulande aus Mastanlagen, sondern von freilaufenden Tieren. Deren Fleisch ist von Natur aus reich an Vitamin B12, das sie beim Wühlen im Erdboden oder beim Grasen aufnehmen. Am besten ist Wildfleisch, da frei lebende Tiere ebenfalls Omega-3-Fettsäuren im Muskelfleisch anreichern und nicht so fett sind wie Masttiere.

Oliven und frische Kräuter, wenig Salz

Als wichtige Zutat der Mittelmeerküche gilt das Olivenöl, das zu 75 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren besteht. Olivenöl senkt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt und lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam steigen. So wirken Oliven und ihr Öl aktiv gegen Diabetes, ebenso wie Nüsse.

Gewürzt wird mit Knoblauch, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin und anderen frischen Kräutern - das spart Salz.

Mediterrane Ernährung kann Ausbruch von Alzheimer verzögern

Studien zeigen, dass eine Umstellung auf Mittelmeerkost nicht nur den Körper, sondern auch den Geist im Alter fit hält. Demnach hat die mediterrane Ernährung einen direkten schützenden Effekt auf das Gehirn - und kann dadurch sogar helfen, den Ausbruch von Alzheimer hinauszuzögern und den Verlauf einer Demenzerkrankung zu verlangsamen.

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Experten zum Thema

Thomas Sampl, Koch
Restaurant Hobenköök
Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
www.hobenkoeoek.de

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Visite | 26.05.2020 | 20:15 Uhr