Stand: 16.09.2019 15:47 Uhr  | Archiv

Locked-in-Syndrom: Mit Reha zurück ins Leben

Ein Rollstuhlfahrer steht auf einem Bahnsteig. © dpa/picture alliance Foto: Andreas Arnold
Betroffene des Locked-in-Syndroms sind komplett gelähmt.

Das Locked-in-Syndrom kann nach schweren Hirnverletzungen oder auch Schlaganfällen auftreten und ist auf den ersten Blick leicht mit einem Koma zu verwechseln. Doch beim Locked-in-Syndrom ist zwar der Körper komplett gelähmt, aber die Betroffenen sind bei vollem Bewusstsein. Sie können lediglich ihre Augen bewegen, sonst nichts. Die Kommunikation mit der Umwelt ist allerdings möglich, und zwar mit einer Buchstabentafel und einer Spezialkamera, die Buchstaben von den Augen abliest.

Training stärkt Muskeln und Gelenke

Mit technischer Hilfe und konsequentem Training, mit Ergo- und Physiotherapeuten können Betroffene in manchen Fällen ihren Zustand deutlich verbessern. Spezialisten können auch die Muskulatur wieder In Bewegung bringen, so dass die Patienten nach einiger Zeit zunehmend wieder ihre Muskeln spüren. Das Training stärkt nicht nur Atmung und Stimme, sondern bewegt auch die steifen Gelenke und verringert dadurch Gelenkschmerzen.

Sail United: Wassersport für Menschen mit Behinderung

Wassersport für Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel durch einen Schlaganfall oder schweren Autounfall, bietet der Verein "Sail United" in Großenbrode an der Ostsee. Durch die Hilfe vieler Ehrenamtlicher können auch Menschen wieder surfen, Stand-up-paddeln oder segeln, die das für sich nie mehr für möglich gehalten haben.

Experten zum Thema

Tobias Michelsen, Inhaber
Sail United e. V.
c/o watersports4all / Wassersportschule Großenbrode UG
Am Kai 21
23775 Großenbrode
(04367) 65 799 66 oder (0171) 80 55 655
www.sail-united.eu

Dieses Thema im Programm:

Visite | 17.09.2019 | 20:15 Uhr

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