Stand: 28.12.2020 13:10 Uhr

Heilpraktiker: Darauf sollten Sie achten

Alternative Therapieverfahren liegen im Trend: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat mindestens schon einmal einen der mehr als 40.000 Heilpraktiker in Deutschland aufgesucht. Doch warum tun die Menschen das? Welche Ausbildung hat ein Heilpraktiker und wie finde ich heraus, ob der Gesundheitsdienstleister auch wirklich seriös ist? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Warum gehen Menschen zum Heilpraktiker?

Der ganzheitliche Ansatz ist einer der Hauptgründe, dass Menschen einen Heilpraktiker aufsuchen: Sie behandeln nicht nur einzelne Symptome, sondern sehen den Menschen als Ganzes und setzen auf alternative, naturkundliche Heilmittel sowie die Selbstheilungskräfte des Körpers. Auch die ausführliche Befassung mit dem Patienten trägt dazu bei, dass alternative Heilmethoden so populär sind. Denn während sich ein Arzt in Deutschland durchschnittlich acht Minuten Zeit nimmt, dauert das Erstgespräch beim Heilpraktiker, die sogenannte Anamnese, rund eine Stunde. Ein weiterer Grund für den Boom bei der Naturheilkunde ist die Zunahme chronischer Schmerzerkrankungen. Weil deren Ursachen nicht immer eindeutig zu diagnostizieren und die Beschwerden nicht immer einfach zu behandeln sind, nehmen viele die Hilfe von Heilpraktikern in Anspruch.

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Was wissen Sie über alternative Heilmethoden?

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Mehr wissen - besser leben | 08.03.2020 | 06:05 Uhr

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