Stand: 03.11.2015 11:04 Uhr  | Archiv

Haltungstrainer gut für einen geraden Rücken?

Kopf hoch - Schultern zurück. Eine aufrechte Haltung beugt Rückenproblemen vor. Doch ständig an den geraden Rücken zu denken, fällt im Alltag schwer. Unterstützung versprechen sogenannte Haltungstrainer. Visite hat sich drei Modelle zusammen mit zwei Testern und dem Orthopäden Dr. Horst Danner genauer angeschaut und den Praxistest gemacht.

Haltungstrainer im Praxistest

Gezieltes Rückentraining besser

Fazit: Besser als Haltungstrainer ist gezieltes Rückentraining - in kleinen Einheiten, über den Tag verteilt: Das Schambein hoch, Bauch nach hinten drücken, halten und dann das Brustbein anheben und nach vorne gucken - so ist die Halswirbelsäule entlastet. Nach drei bis vier Wochen regelmäßigen Übens ist die nächste Etage dran: Dann wird die Brustwirbelsäule aufgerichtet. Fünf ruhige Atemzüge die Position halten, dann kurze Pause und das Ganze fünf Mal hintereinander.

So kommt die Wirbelsäule wieder ins Lot, Bänder und Muskeln werden gedehnt. Und: Jeder sollte seine Rückenmuskulatur mit Krafttraining stärken, denn die hintere Muskulatur richtet uns auf gesunde Weise auf. Ein Haltungstrainer hilft zwar im ersten Moment, doch die so entlastete Rückenmuskulatur droht damit langfristig zu erschlaffen.

Interviewpartner im Beitrag:

Dr. Horst Danner
Leitender Arzt der Ambulanten Orthopädischen Rehabilitation
RehaCentrum Hamburg
Heidenkampsweg 41
20097 Hamburg
Tel. (040) 253 06 30
Internet: www.rehahamburg.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 03.11.2015 | 20:15 Uhr

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