Stand: 18.10.2016 14:00 Uhr  | Archiv

Glaukom: Grünen Star mit Mini-Stent behandeln

Das auch als Grüner Star bekannte Glaukom gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Sehnervs und ist hierzulande die häufigste Ursache einer dauerhaften Erblindung. Als Ursache für den kontinuierlichen Verlust von Nervenfasern und zunehmende Gesichtsfeldausfälle gilt ein zu hoher Augeninnendruck. Um den Verlust des Sehvermögens abzuwenden, muss ein Glaukom möglichst früh erkannt und behandelt werden. Bei einigen Patienten können winzige Röhrchen aus hauchdünnem Titan ("Stents") den Augendruck senken und dadurch die Ursache des Glaukoms beseitigen.

Herkömmliche Behandlung des Glaukoms

Ist der Augendruck stark erhöht, der Sehnerv aber noch nicht geschädigt, kommen drucksenkende Augentropfen zum Einsatz. Diese können Nebenwirkungen wie gereizte, trockene Augen verursachen. Betroffene müssen manchmal mehrmals täglich tropfen. Reichen drucksenkende Tropfen nicht aus, hilft nur eine relativ aufwendige Operation, die den Abfluss wieder herstellt.

Mini-Stent nicht für jeden geeignet

Ein Mini-Stent eignet sich nur für Patienten, deren Glaukom noch nicht weit entwickelt ist und deren Augendruck weniger als 30 Millimeter Quecksilbersäule beträgt. Weil bei dem Eingriff fast keine Blutungen entstehen, eignet sich das Verfahren auch für ältere Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen. Außerdem lässt sich das Einsetzen der Stents gut mit einer Operation gegen den Grauen Star kombinieren. Mehr als die Hälfte der bislang behandelten Erkrankten kommt nach dem Eingriff ohne Augentropfen aus, andere benötigen nur noch eine Sorte Tropfen.

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Visite | 18.10.2016 | 20:15 Uhr

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