Stand: 07.10.2019 08:54 Uhr

Fast Food auf die gesunde Art

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Bei typischem Imbissessen fehlen Vitamine und Ballaststoffe.

Pommes, Burger, Pizza, Döner oder Currywurst sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: überall verfügbar, ruckzuck serviert, schnell verzehrt. Fast Food, das "schnelle Essen", ist praktisch und unkompliziert.

Ungesunde Zutaten in Fast Food

Das Problem: Wer häufig Fast Food isst, hat ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn die massenproduzierten Schnellgerichte sind zum Teil sehr kalorienhaltig, liefern aber wenig bis keine Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Stattdessen enthalten sie zum Beispiel:

Warum Fast Food leicht dick macht

Statt richtig zu sättigen, legt eine Imbissmahlzeit in der Regel schon den Grundstein für die nächste Heißhungerattacke. Denn Zucker aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn: Nach einem Weizenbrötchen mit Bulette haben wir deshalb schnell Appetit auf einen weiteren Burger. Salz entzieht den Zellen Wasser - der entstehende Flüssigkeitsmangel gaukelt uns ebenfalls ein Hungergefühl vor. Und wer den Durst mit einem süßen Softdrink löscht, bekommt dadurch erst recht Lust auf "mehr".

Lassen sich Pommes und Co. trotzdem in eine ausgewogene, gesunde Ernährung einbauen? Darf man überhaupt Fast Food essen, wenn man aufs Gewicht achten muss?

Statt Tabus: besser kombinieren

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Lecker und gesund: Vollkorn-Brötchen mit vegetarischer Bulette, dazu viel Salat, Gemüse.

Die Antwort lautet: Ja, Fast-Food kann hin und wieder seinen Platz in einer ausgewogenen Ernährung haben - wenn man es aus guten Zutaten selbst herstellt beziehungsweise klug kombiniert.

Oberste Regel: Kohlenhydrate aus hellem Brot und Softdrinks meiden! Dafür zu jeder Fast-Food-Mahlzeit reichlich Gemüse oder Salat essen. Das geht zu Hause ganz wunderbar mit unseren Rezepten. Aber auch unterwegs ist es möglich.

Tipps für gesundes Fast Food

  • Als Vorspeise oder Beilage immer eine große Portion Rohkost oder frischen Salat mit zuckerarmem Dressing oder Dip essen. Das sättigt, liefert unserem Darm die wichtigen Ballaststoffe und verhindert, dass kurz nach der Mahlzeit schon wieder Heißhunger auftritt.

  • Brot oder Burger Buns aus hellem Weizenmehl meiden: Helles Mehl enthält viele schnell verdauliche Kohlenhydrate, die den Insulinspiegel in die Höhe treiben. Besser sind Vollkornprodukte, die langsam verdauliche Kohlenhydrate enthalten. Statt Weizen eher Dinkel wählen.

  • Pommes sind aus Kartoffelspalten im Nu selbst hergestellt: einfach fettsparend im Ofen statt in der Fritteuse garen.

  • Fleisch nur in Maßen genießen - und wenn, möglichst mager. Also die Bulette im Burger mal durch einen saftigen Bratling aus Gemüse, Nüssen oder Hülsenfrüchten (etwa Erbsen) ersetzen. Pizza mit würzigem magerem Schinken statt mit fetter Salami belegen. Eher zu Hühnerbrust oder Putenschnitzel als zum Schweineschnitzel greifen: Geflügel enthält weniger ungesunde Arachidonsäure.

  • Besonders wichtig: kalorienarme Getränke zu sich nehmen. Wer Cola oder andere zuckerhaltige Softdrinks zum Essen genießt, konsumiert trinkend quasi eine zweite Mahlzeit. Die bessere Alternative: Wasser und Saftschorlen.

Langsam essen und gründlich kauen

Fast Food ist auch deshalb so beliebt, weil es sich locker nebenbei konsumieren lässt - per Hand, unterwegs im Gehen oder Stehen. Wird eine Mahlzeit aber so unachtsam hineingestopft, liegt sie oft schwer im Magen. Wer in Ruhe genießt, spart meist Kalorien, weil er besser merkt, wann er satt ist. Gründliches Kauen erleichtert zudem dem Verdauungstrakt die Arbeit, denn die Enzyme im Speichel beginnen bereits mit der Aufspaltung der Kohlenhydrate.

Fast-Food-Rezepte der Ernährungs-Docs

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Veggie-Burger mit Bohnen

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Dinkel-Tortillas

Diese kinderleicht gemachten Tortillas sind eine vollwertige Grundlage für leckere Wraps mit verschiedenen Füllungen. mehr

Wrap mit Spinat und Pute oder vegetarisch

Dinkelwraps mit variabler Füllung: Statt Ricottacreme schmeckt zum Beispiel zerdrückte Avocado oder Kräuterfrischkäse, statt Putenbrust auch Thunfisch oder Feta. mehr

Wrap mit Hähnchen oder vegetarisch

Für vegetarische Wraps eignen sich als Eiweißbeilage statt Geflügelfleisch abgetropfte Kichererbsen oder Kidneybohnen aus dem Glas oder Fetakäse. mehr

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Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 07.10.2019 | 21:00 Uhr

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