Stand: 26.11.2018 15:20 Uhr

Testen Sie Ihr Diabetes-Risiko

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Wird Diabetes Typ 2 frühzeitig erkannt, lassen sich oft schwere Folgeschäden verhindern.

An der "Zuckerkrankheit" Diabetes sind laut Schätzungen in Deutschland derzeit rund acht Millionen Menschen erkrankt. Die meisten - rund 95 Prozent - leiden an Diabetes Typ 2. Doch rund zwei Millionen Betroffene wissen noch nichts von ihrer Erkrankung. Denn der erhöhte Blutzuckerspiegel verursacht zunächst meist unspezifische Symptome wie Durstgefühl, trockene Haut und erhöhten Harndrang.

Oft wird Diabetes erst erkannt, wenn bereits eine Folgeerkrankung wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten ist. Zu diesem Zeitpunkt besteht der Diabetes in der Regel schon seit acht bis zehn Jahren.

Körper eines übergewichtigen Menschen.

Diabetes wird oft erst spät erkannt

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An Diabetes sind viele Menschen erkrankt, ohne es zu wissen. Mit einem Online-Test lässt sich das individuelle Risiko bestimmen - um schwere Langzeitschäden zu verhindern.

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Risikofaktoren für Diabetes Typ 2

Online-Test: Diabetes frühzeitig erkennen

Laut einer japanischen Studie kündigt sich Diabetes bis zu 20 Jahre vor der Erstdiagnose durch eine zunehmende Veränderungen des Stoffwechsels an, zum Beispiel beim Nüchtern-Blutzuckerspiegel und bei der Insulinsensitivität.

Experten empfehlen deshalb, einmal pro Jahr den Blutzucker testen zu lassen. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat einen Online-Selbsttest entwickelt, mit dem jeder sein Risiko bestimmen und das Ergebnis mit seinem Hausarzt besprechen kann.

Im Gespräch

Chat-Protokoll: Diabetes

Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie Diabetes haben. Das kann fatale Folgen haben. Diabetologe Jens Kröger hat im Visite Chat Fragen zum Thema beantwortet. mehr

03:36
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Diabetes frühzeitig erkennen

27.11.2018 20:15 Uhr
Visite

An Diabetes sind viele Menschen erkrankt, ohne es zu wissen. Wie man die Erkrankung frühzeitig erkennt, erklärt Diabetologe Dr. Jens Kröger. Video (03:36 min)

Diabetes mit Tests erkennen

Je früher Diabetes oder die Vorstufe (Prädiabetes) erkannt wird, umso größer ist die Heilungschance. Für die Diagnose von Diabetes gibt es mehrere Methoden:

  • Der Nüchtern-Blutzuckerwert wird am Morgen vor dem Frühstück gemessen und liegt bei Gesunden unter 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl). Ab 127 mg/dl lautet die Diagnose Diabetes. Liegt der Wert zwischen 100 und 127 mg/dl, sollte der Arzt das Ergebnis überprüfen und der Ursache auf den Grund gehen.

  • Sicherer als der Nüchtern-Blutzuckerwert ist standardisierte Zuckerbelastungstest. Dabei trinkt man zunächst 75 Gramm Zucker und misst zwei Stunden später den Blutzuckerspiegel. Experten zufolge wird dieser Test zu selten durchgeführt.

Blutzuckerwerte in West- und Ostdeutschland

In Westdeutschland wird für die Angabe der Konzentration von Blutzucker im Blut häufig die Einheit mg/dl (Milligramm pro Deziliter) verwendet. In Ostdeutschland wird dagegen überwiegend die Einheit mmol/l (Millimol pro Liter) benutzt. Die international übliche Einheit ist das mmol/l, diese Regelung wurde in der ehemaligen DDR übernommen, die damalige BRD hat jedoch die Einheit mg/dl beibehalten. Daher sind heute in Deutschland häufig beide Angaben zu finden.

Für Blutzuckerwerte gelten die folgenden Umrechnungsformeln:

  • 1 mg/dl x 0,0555 = mmol/l
  • 1 mmol/l x 18,02= mg/dl

Maßnahmen bei Diabetes

Wird Diabetes frühzeitig erkannt, können gezielte Maßnahmen die Erkrankung stoppen, zum Beispiel Gewichtsabnahme, Bewegung und Muskelaufbau.

Bei 85 Prozent der Betroffenen mit frühzeitig erkannter Diabetes kann eine Gewichtsabnahme von 15 Kilogramm die Krankheit wieder verschwinden lassen. Auch Bluthochdruck und Schlafstörungen lassen sich so zurückdrängen.

Langzeitfolgen eines nicht erkannten Diabetes

Bei frühzeitiger Therapie lassen sich Langzeitfolgen des Diabetes oft verhindern:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Netzhauterkrankungen bis zur Erblindung
  • Nierenversagen
  • Wundheilungsstörungen
  • Durchblutungsstörungen (diabetischer Fuß)

Entwickelt ein Betroffener bereits als Kind einen Typ-2-Diabetes, können die Folgen nicht erst im Seniorenalter, sondern schon im Alter von etwa 40 Jahren auftreten.

Weitere Informationen

Diabetes Typ 2: Symptome, Ursachen und Behandlung

Diabetes Typ 2 beginnt schleichend, führt aber unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen. Durch richtige Ernährung lassen die sich verhindern und Blutzuckerwerte deutlich verbessern. mehr

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Experten zum Thema

Dr. Jens Kröger, Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG
Zentrum für Diabetologie Bergedorf
Glindersweg 80, Haus E
21029 Hamburg
www.diabeteszentrum-hamburg-ost.de

Univ.-Prof. Dr. Andreas Pfeiffer
Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
12200 Berlin
endokrinologie.charite.de

Dr. Matthias Riedl, Internist, Diabetologe, Ernährungsmediziner             
Diabetes Zentrum Berliner Tor
Medicum Hamburg GmbH
Beim Strohhause 2
20097 Hamburg
(040) 80 79 79-0
www.medicum-hamburg.de

Weitere Informationen
Deutscher Diabetes Risikotest®
Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
drs.dife.de

diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe
Albrechtstraße 9
10117 Berlin
(030) 20 16 77-12
www.diabetesde.org

Dieses Thema im Programm:

Visite | 27.11.2018 | 20:15 Uhr

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