VIDEO: Corona-Infektion: Zu Hause kurieren (3 Min)

Corona-Symptome lindern: Was hilft?

Stand: 05.08.2022 11:25 Uhr

Mit klassischen Hausmitteln gegen Erkältungen lassen sich leichte Omikron-Infektionen meist gut auskurieren. Welche rezeptfreien Medikamente helfen? Und wie verhindert man Ansteckungen im Haushalt?

Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, leichtes Fieber oder Schnupfen, manchmal auch ein vorübergehender Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns: Mit diesen Symptomen erkranken derzeit jeden Tag zahlreiche Menschen an Covid-19. Denn auch wer vollständig geimpft und sogar geboostert ist, hat ein Risiko, sich zu infizieren - insbesondere mit der derzeit kursierenden, sehr ansteckenden Omikron-BA.5-Variante. Wer an sich die typischen Symptome beobachtet, sollte daher einen Schnelltest machen.

Fällt der Test positiv aus, ist das vor allem bei Geimpften zunächst kein Grund zu größerer Sorge, denn die Krankheit verläuft bei ihnen meist mild. Den Großteil der Covid-19-Erkrankungen können Betroffene zu Hause behandeln.

Bettruhe bei Fieber und Müdigkeit

Leichtes Fieber und Müdigkeit sind Anzeichen dafür, dass das Immunsystem das Virus bekämpft. Um schnell wieder gesund zu werden, ist es vor allem wichtig, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich zu schonen. Am besten bleibt man im Bett.

Hausmittel lindern Halsschmerzen, Husten und Schnupfen

Unbedingt sollte man ausreichend trinken, da der Körper viel Flüssigkeit benötigt. Neben Wasser sind heiße Tees angenehm, Salbei- und Ingwer-Tees lindern Halsschmerzen. Wer keinen Appetit verspürt, sollte versuchen, trotzdem eine Kleinigkeit zu essen oder eine Brühe zu trinken. Erkrankte, die Magenbeschwerden entwickeln, können etwas Zwieback, Haferbrei oder gedünstetes Gemüse zu sich nehmen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Omikron-Symptome

In Absprache mit dem Hausarzt kann man auch rezeptfreie Medikamente einnehmen, um die Symptome zu lindern. Bei Fieber oder Kopfschmerzen helfen etwa Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen verschaffen den Schleimhäuten Erleichterung, sollten aber höchstens eine Woche eingenommen werden. Alternativ kann man regelmäßige Nasenduschen mit Salzwasser durchführen. Pflanzliche Hustensäfte, etwa mit Thymian oder Spitzwegerich, können das Abhusten erleichtern.

Bei Atemnot Arzt oder Notruf kontaktieren

Wer allerdings das Gefühl hat, schwerer Luft zu bekommen als sonst, sollte einen Arzt, in dringenden Fällen auch den Notruf kontaktieren. Kurzatmigkeit und Atemnot, dazu ein anhaltend sehr schneller Puls sind Anzeichen für einen schweren Verlauf und möglicherweise für eine Lungenentzündung. Ein schmerzendes, geschwollenes oder gerötetes Bein könnte auf eine Thrombose hindeuten, die im schlimmsten Fall eine Lungenembolie auslösen kann. Ganz besonders achtsam bei diesen Symptomen sollten Menschen mit Vorerkrankungen sein sowie alle, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Ansteckung durch Isolierung vermeiden: AHA-Regeln einhalten und lüften

Eine Frau mit Mund Nasenschutz Maske vom Typ FFP2. © picture alliance Foto: Frank May
Wer mit einem Coronainfizierten im selben Haushalt lebt, sollte auch in den eigenen Wohnräumen eine FFP2-Maske tragen.

Um andere Menschen, die im selben Haushalt leben, nicht anzustecken, ist es wichtig, sich zu isolieren, also möglichst keine Räume gemeinsam zu nutzen. In der Umsetzung gestaltet sich das allerdings oft schwierig, da etwa Küche und Bad meist von allen Bewohnern genutzt werden. Hilfreich ist es, Nutzungszeiten abzusprechen, in den gemeinschaftlich genutzten Räumen immer eine FFP2-Maske zu tragen, Abstand zu halten und regelmäßig gründlich zu lüften. Mahlzeiten sollten nicht gemeinsam eingenommen werden.

Wer alleine lebt, sollte Freunde und Familie sowie eventuell Nachbarn informieren, damit diese im Notfall Lebensmittel oder Medikamente besorgen können.

Covid-19 richtig auskurieren

Die meisten Erkrankten sind nach etwa 14 Tagen frei von Symptomen. Bis dahin sollten Betroffene sich schonen und erst wieder zu arbeiten beginnen, wenn sie sich wirklich fit fühlen. Auch, wer im Homeoffice arbeitet, sollte nicht zu schnell wieder loslegen. Dasselbe gilt für sportliche Betätigungen. Nach der Erkrankung sollte man zunächst langsam wieder einsteigen und dem Körper keine Höchstleistungen abverlangen.

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Visite | 19.04.2022 | 20:25 Uhr

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