Eine Frau liegt krank im Bett und putzt sich die Nase. © picture alliance Foto: Christin Klose

Corona-Symptome lindern: Was hilft?

Stand: 11.04.2022 08:53 Uhr

Mit klassischen Hausmitteln gegen Erkältungen und rezeptfreien Medikamenten lassen sich leichte Covid-19-Infektionen meist gut auskurieren. Doch wie vermeidet man es, andere Personen im Haushalt anzustecken?

Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, leichtes Fieber oder Schnupfen, manchmal auch ein vorübergehender Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns: Mit diesen Symptomen erkranken derzeit jeden Tag zahlreiche Menschen an Covid-19. Denn auch wer vollständig geimpft und sogar geboostert ist, hat ein Risiko, sich zu infizieren - insbesondere mit der sehr ansteckenden Omikron-Variante. Wer an sich die typischen Symptome beobachtet, sollte daher einen Schnelltest machen.

Fällt der Test positiv aus, ist das vor allem bei Geimpften zunächst kein Grund zu größerer Sorge, denn die Krankheit verläuft bei ihnen meist mild. Den Großteil der Covid-19-Erkrankungen können Betroffene zu Hause behandeln.

Bettruhe und Isolierung

Leichtes Fieber und Müdigkeit sind Anzeichen dafür, dass das Immunsystem das Virus bekämpft. Um schnell wieder gesund zu werden, ist es vor allem wichtig, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich zu schonen. Am besten bleibt man im Bett.

Hausmittel und Medikamente lindern Halsschmerzen, Husten und Schnupfen

Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken, da der Körper jetzt viel Flüssigkeit benötigt. Neben Wasser sind heiße Tees angenehm, Salbei- und Ingwer-Tees lindern Halsschmerzen. Zusätzlich kann man rezeptfreie Medikamente gegen Husten und Schnupfen einnehmen, auch fiebersenkende Mittel sowie Schmerzmittel können helfen. Die Einnahme sollte man mit dem Hausarzt absprechen. Wer keinen Appetit verspürt, sollte versuchen, trotzdem eine Kleinigkeit zu essen oder eine Brühe zu trinken. Erkrankte, die Magenbeschwerden entwickeln, können etwas Zwieback, Haferbrei oder gedünstetes Gemüse zu sich nehmen.

Bei Atemnot Arzt oder Notruf kontaktieren

Wer allerdings das Gefühl hat, schwerer Luft zu bekommen als sonst, sollte einen Arzt, in dringenden Fällen auch den Notruf kontaktieren. Kurzatmigkeit und Atemnot, dazu ein anhaltend sehr schneller Puls sind Anzeichen für einen schweren Verlauf und möglicherweise für eine Lungenentzündung. Ein schmerzendes, geschwollenes oder gerötetes Bein könnte auf eine Thrombose hindeuten, die im schlimmsten Fall eine Lungenembolie auslösen kann. Ganz besonders achtsam bei diesen Symptomen sollten Menschen mit Vorerkrankungen sein sowie alle, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Ansteckung vermeiden: AHA-Regeln in der Wohnung einhalten und lüften

Eine Frau mit Mund Nasenschutz Maske vom Typ FFP2. © picture alliance Foto: Frank May
Wer mit einem Coronainfizierten im selben Haushalt lebt, sollte auch in den eigenen Wohnräumen eine FFP2-Maske tragen.

Um andere Menschen, die im selben Haushalt leben, nicht anzustecken, ist es wichtig, sich zu isolieren, also möglichst keine Räume gemeinsam zu nutzen. In der Umsetzung gestaltet sich das allerdings oft schwierig, da etwa Küche und Bad meist von allen Bewohnern genutzt werden. Hilfreich ist es, Nutzungszeiten abzusprechen, in den gemeinschaftlich genutzten Räumen immer eine FFP-2-Maske zu tragen, Abstand zu halten und regelmäßig gründlich zu lüften. Studien deuten darauf hin, dass das Tragen einer FFP-2-Maske einen sehr guten Schutz insbesondere gegen die Omikron-Variante bietet. Mahlzeiten sollten nicht gemeinsam eingenommen werden.

Wer alleine lebt, sollte Freunde und Familie sowie eventuell Nachbarn informieren, damit diese im Notfall Lebensmittel oder Medikamente besorgen können.

Symptom-Tagebuch führen

Viele Gesundheitsämter fordern Erkrankte auf, ein Symptom-Tagebuch zu führen. Dort sollen sie täglich ihr Befinden notieren. Ein derartiges Tagebuch ist auch privat nützlich, um den Genesungsprozess zu verfolgen: Wer mag, kann auch seine persönlichen Gedanken niederschreiben, um mit der emotionalen Belastung, die durch die Isolation entstehen kann, besser umzugehen.

Richtig auskurieren

Die meisten Erkrankten sind nach etwa 14 Tagen frei von Symptomen. Bis dahin sollten Betroffene sich schonen und erst wieder zu arbeiten beginnen, wenn sie sich wirklich fit fühlen. Auch, wer im Homeoffice arbeitet, sollte nicht zu schnell wieder loslegen. Dasselbe gilt für sportliche Betätigungen. Nach der Erkrankung sollte man zunächst langsam wieder einsteigen und dem Körper keine Höchstleistungen abverlangen.

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03.02.2022 | 19:30 Uhr

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