Stand: 23.03.2020 11:21 Uhr  - Visite

Corona-Quarantäne: Was hilft gegen Angst und Einsamkeit?

Bild vergrößern
Die Zeit in häuslicher Isolation stellt viele vor eine große psychische Herausforderung.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 zwingt immer mehr Menschen in Quarantäne - weil sie in einem Risikogebiet waren, Kontakt zu Infizierten hatten oder nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Für die Betroffenen und ihre Familien ist die Zeit der Isolation eine große Herausforderung. Doch Psychologen haben Tipps gegen die Folgen der Isolation wie Angst und Einsamkeit.

Corona-Quarantäne: Was hilft gegen Angst und Einsamkeit?

Visite -

Die Zeit in Quarantäne stellt Betroffene vor große psychische Herausforderungen. Wie können Familien einen Lagerkoller verhindern? Und was hilft Alleinlebenden gegen drohende Einsamkeit?

4,83 bei 6 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Warum Isolation belastend ist

Psychologen halten die Langeweile in der sozialen Isolation für eine besonders einschneidende Veränderung. Wenn Kino, Konzerte, Kneipe, Theater und andere Freizeitaktivitäten nicht mehr möglich sind, empfinden viele Menschen das als Bedrohung. 

Tipps gegen die Langeweile

Experten empfehlen, in der Quarantäne so aktiv wie möglich zu sein. Wer zum Beispiel musiziert, singt, meditiert, liest, schreibt, bastelt, putzt, aufräumt, entrümpelt oder die Steuererklärung macht, fühlt sich in der Regel wohler.

Dabei ist es hilfreich, eine Liste mit den Dingen aufzuschreiben, die man erledigen möchte, und die geplanten Aktivitäten Tag für Tag abzuarbeiten.

Familien: Zeit allein verbringen

Familien und Paare stellt die gemeinsame Quarantäne vor besondere Herausforderungen: Wenn man viele Tage gemeinsam auf engem Raum verbringt, können Konflikte entstehen. Wichtig ist es daher, regelmäßig Zeit alleine zu verbringen, etwa bei einem Spaziergang oder beim Sport. Dagegen kann häufiges und langes Fernsehen oder Spielen am Computer sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen zu Unruhe, Aggression und Wutanfällen führen.

Alleinlebende: Kontakt zu Freunden und Familie halten

Insbesondere Alleinlebende sollten in der Quarantäne versuchen, mit kleinen Spaziergängen, Haushaltsarbeit und anderen Erledigungen möglichst viel vom Alltag aufrechtzuerhalten. Weil Gespräche wichtig für das psychische Wohlergehen sind, sollten Alleinlebende per Telefon oder Social Media den Kontakt zu Familie und Freunden suchen.

Bei Panikanfällen Arzt anrufen

Wie lange die Ausnahmesituation durch das Coronavirus dauert, kann derzeit niemand sagen. Das kann zu einem Gefühl der Ohnmacht und des Kontrollverlusts führen - bis hin zu Panikattacken. In diesem Fall sollte man telefonisch einen Arzt kontaktieren.

Weitere Informationen

Video-Telefonie: Vorbeischauen in Corona-Zeiten

In Kontakt bleiben in Corona-Zeiten: Einige Messenger-Apps bieten sogar Video-Chats. Wir erklären, wie Sie von Angesicht zu Angesicht telefonieren können. mehr

Dieses Thema im Programm:

Visite | 24.03.2020 | 20:15 Uhr

Mehr Ratgeber

43:40
plietsch.