Stand: 25.09.2018 09:50 Uhr

Blutdrucksenker: Was tun bei Nebenwirkungen?

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Medikamente senken zwar den Bluthochdruck, haben aber meist auch Nebenwirkungen.

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck lässt sich mit Medikamenten senken, um lebensgefährlichen Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Doch die Therapie kann unerwünschte Nebenwirkungen haben: Viele Blutdrucksenker rufen beispielsweise Reizhusten, geschwollene Beine und Verdauungsprobleme hervor. Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, wenn Betroffene im Laufe der Zeit Medikamente mit weiteren Wirkstoffen einnehmen oder die Dosis erhöhen müssen.

Viele bunte Pillen

Blutdrucksenker: Was tun bei Nebenwirkungen?

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Bluthochdruck lässt sich mit Medikamenten wie ACE-Hemmern oder Diuretika senken. Doch die Behandlung kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Was können Betroffene tun?

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Typische Nebenwirkungen von Blutdrucksenkern

Zur Behandlung von Bluthochdruck gibt es verschiedene Arten von Medikamenten, die zu unterschiedlichen Nebenwirkungen führen können:

Alle Wirkstoffe

  • Schwindel, Benommenheit, Blutdruckabfall
  • Allergien, Hautreaktionen
  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Verstopfung)

ACE-Hemmer

  • Reizhusten
  • Wassereinlagerungen in der Haut (Angioödem)
  • Erhöhter Kaliumspiegel im Blut

AT1-Antagonisten

  • Husten (selten)
  • Angioödem (sehr selten)
  • Erhöhter Kaliumspiegel im Blut

Kalziumantagonisten

  • Hautrötung mit Wärmegefühl
  • Herzklopfen
  • Kopfschmerzen
  • Verlangsamte Herzfrequenz (bei einigen Wirkstoffen)
  • Verengung der Bronchien
  • Langsamer Herzschlag
  • Verschlechterung bestehender Durchblutungsstörungen in den Extremitäten
  • Müdigkeit, Schlafstörungen
  • Sexuelle Funktions- oder Potenzstörungen
  • Negative Beeinflussung des Zuckerstoffwechsels

Thiaziddiuretika

  • Verringerter Kalium- und/oder Natriumspiegel im Blut
  • Erhöhter Harnsäurespiegel im Blut (Gicht)
  • Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels
  • Mundtrockenheit, Durst

Interview
05:29
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Weniger Nebenwirkungen durch Blutdrucksenker

25.09.2018 20:15 Uhr
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Bluthochdruck-Medikamente wie ACE-Hemmer oder Diuretika können unerwünschte Nebenwirkungen haben. Wie sich das Risiko reduzieren lässt, erklärt Internist Dr. Egbert Schulz. Video (05:29 min)

Arzt über Nebenwirkungen informieren

Bei Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Blutdrucksenkern sollten Betroffene die Medikamente auf keinen Fall absetzen oder die Dosierung verändern, sondern sofort ihren Arzt informieren. In vielen Fällen lassen sich Nebenwirkungen reduzieren oder sogar beseitigen, zum Beispiel durch

  • verträglichere Medikamente von einem anderen Hersteller
  • Wechsel des Wirkstoffs oder der Zubereitungsform
  • geänderte Dosierung
  • anderen Einnahmezeitpunkt

Tipps für die Einnahme von Blutdrucksenkern

  • Therapien ohne Medikamente ausschöpfen, um mit möglichst wenig Blutdrucksenkern auszukommen: mindestens 30 Minuten Bewegung pro Tag oder Ausdauersport, Abnehmen, regelmäßiges Blutspenden oder Aderlass, salzarme Ernährung, Hibiskustee, mindestens 30 Gramm Parmesan pro Tag, Verzicht auf Alkohol und Rauchen.

  • Blutdrucksenker nicht zusammen mit Alkohol einnehmen, sondern im Abstand von mehreren Stunden.

  • Den Einnahmezeitpunkt nicht nach einem festen Zeitplan ausrichten, sondern an den eigenen Lebensrhythmus anpassen, zum Beispiel morgens möglichst bald nach dem Aufwachen und abends kurz vor dem Einschlafen.

  • Bei nächtlichem Bluthochdruck, der laut einer Studie besonders gefährlich für Herz und Gefäße ist, sollte man die Medikamente vor allem am Abend einnehmen.

Weitere Informationen

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Experten zum Thema

Dr. Egbert Schulz, Internist, Hypertensiologe
Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR
An der Lutter 24
37075 Göttingen
(0551) 30 98 53 12
www.nz-goe.de

Prof. Dr. Joachim Schrader, Chefarzt, Ärztlicher Direktor
Nephrologie
St. Josefs-Hospital Cloppenburg gGmbH
Krankenhausstraße 13
49661 Cloppenburg
www.josefshospital-cloppenburg.de

Weitere Informationen
Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL - Deutsche Hypertonie Gesellschaft
Berliner Straße 46, 69120 Heidelberg
(06221) 588 555
www.hochdruckliga.de
Liste zertifizierter Hypertonie-Zentren und Blutdruckspezialisten

Dieses Thema im Programm:

Visite | 25.09.2018 | 20:15 Uhr

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