Stand: 03.09.2018 16:46 Uhr  | Archiv

Hirnhautentzündung schnell behandeln

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Bei einer Meningitis sind die Gehirn- oder Rückenmarkshäute entzündet.

Bei einer Meningitis entzünden sich die Gehirn- oder Rückenmarkshäute (Meningen). Die Hirnhautentzündung beginnt meist mit Unwohlsein, dann fühlen sich Betroffene innerhalb kürzester Zeit sterbenskrank. Sie bekommen Fieber, Schüttelfrost und Schwindel. Die Symptome werden oft mit einer Grippe verwechselt. Deutlicher Hinweis auf eine Meningitis ist ein steifer Nacken. Es gibt aber auch Formen, bei denen keine Nackensteifigkeit auftritt. Die Hirnhautentzündung ist eine meldepflichtige, hoch ansteckende Krankheit. Ausgelöst wird sie durch Viren oder Bakterien (Meningokokken).

Tod durch Meningitis

Die Meningitis wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt zwei bis zehn Tage. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 300 Menschen an einer bakteriellen Hirnhautentzündung. Davon stirbt etwa jeder Zehnte, oft Kinder und Jugendliche. Impfungen gibt es nur gegen einen Teil der Erreger. Die durch Viren verursachte Meningitis ist die häufigere Form. Sie verläuft meist nicht ganz so schwer wie die bakterielle Hirnhautentzündung.

Meningitis behandeln

Die bakteriellen Erreger der Hirnhautentzündung, die Meningokokken, lassen sich mit Antibiotika behandeln - wenn man die ersten Symptome richtig deutet und sofort zum Arzt geht. Unbehandelt kann sich innerhalb weniger Stunden ein schweres, lebensbedrohliches Krankheitsbild entwickeln: Die Bakterien vermehren sich so stark, dass das Gehirn anschwillt, Nervenzellen und Hirngefäße absterben und schließlich die inneren Organe versagen.

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