Stand: 23.08.2019 16:08 Uhr

Fette Henne trotzt Trockenheit im Staudenbeet

Der Name klingt nicht gerade schmeichelhaft für eine Pflanze, die jeden sonnigen Garten bereichert: Fette Henne oder auch Fetthenne. Doch wer sich die anspruchslose Staude ins Beet pflanzt, wird viel Freude an ihr haben. Die dicken, fleischigen Blätter sorgen dafür, dass Fette Hennen auch längere Trockenperioden überstehen. Gönnt man ihnen einen sonnigen Standort auf leichtem, durchlässigen Gartenboden, gedeihen sie problemlos. Nur zu viel Nässe vertragen sie nicht.

Fetthenne richtig schneiden

Die zahlreichen Sorten eignen sich für jedes Beet. Auch in Kies- oder Steingärten fühlen sie sich wohl. Flache Varianten wachsen eher kriechend über den Boden, andere entwickeln sich zu rund 60 Zentimeter hohen, buschigen Stauden. Die hohen Sorten sollten Gartenbesitzer im Frühjahr zurückschneiden. Dann sind die Stiele mit den üppigen Blütenständen eingetrocknet und können um ein bis zwei Drittel gekürzt werden.

Kahle und verholzte Pflanzenteile schneidet man dicht über dem Boden ab. So verjüngt sich die Pflanze und treibt anschließend wieder kräftig aus. Im Herbst eignen sich die blühenden Stängel auch für Blumensträuße oder Gestecke. Schneidet man die Stängel für die Vase dicht über einem Blatt, treibt der verbleibende Teil erneut aus.

Volle Blütenpracht im Herbst

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Die grünen Knospen öffnen sich zu farbigen Blüten.

Die volle Blütenpracht in Rot, Rosa, Gelb und Weiß zeigen Fetthennen erst im Spätsommer und Herbst, wenn sich andere Stauden bereits zurückziehen. Beim Kauf sollte man Sorten wählen, die winterhart sind. Dann überstehen sie auch frostige Zeiten ohne Schutz und zieren mit einer Haube aus Raureif oder Schnee das Beet. Für Pflanzen, die in Töpfen im Treibhaus gezogen wurden, gilt das nur bedingt. In Kombination mit Ziergräsern, Wolfsmilch und Astern wirken Fetthennen besonders schön.

Fette Henne mit Stecklingen vermehren

Da Sedum, so der lateinische Name, rasch Wurzeln bildet, lässt sich die Fette Henne gut mit Stecklingen vermehren. Selbst einzelne Abschnitte eines längeren Stängels treiben in feuchter Anzuchterde wieder aus, zuvor sollten sie allerdings einige Tage antrocknen.

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