Stand: 25.01.2019 09:20 Uhr

Kleine Kunstwerke der Natur: Sukkulenten

Dort, wo wenig Regen fällt, sind sukkulente Pflanzen zu Hause: In ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln können sie Wasser speichern, sie überstehen problemlos längere Trockenzeiten. Sukkulenten gibt es auf allen Kontinenten: Sie stammen aus dem trockenen Hochland Mexikos, aber auch von den Kanaren sowie aus den Wüsten und Steppen Asiens. Als Zimmerpflanze benötigen sie nur wenig Pflege und sind deshalb ideal für Pflanzen-Anfänger geeignet. Ein weiterer Grund, warum diese Pflanzen faszinieren: Jede einzelne Sukkulente ist optisch ein kleines Kunstwerk der Natur.

Sukkulenten sind Speicherkünstler

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Zur Gruppe der Sukkulenten zählen zahlreiche Arten. Sie alle haben wasserspeicherndes Gewebe.

Bei Sukkulenten handelt es sich nicht um eine eigene Pflanzenfamilie - alle dazu zählenden Arten wie beispielsweise Hauswurz, Agave oder Geldbaum verbindet, dass sie wasserspeicherndes Gewebe haben. Blattsukkulenten erkennt man an den dickfleischigen kleinen, kugeligen oder walzenförmigen Blättern und der oft gedrungenen Form. So verringert die Pflanze ihre Verdunstungsoberfläche, kommt also mit weniger Wasser zurecht. Außerdem sind die Blätter häufig von einer Wachsschicht überzogen, die den gleichen Effekt hat. Korkige Rinden wirken als Isolierung, ebenso eine haarige oder dornige Oberfläche. Stammsukkulenten wie der Kaktus besitzen dicke und saftige Sprosse.

Sandiges Substrat ist ideal

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Das Substrat sollte einen hohen Sandanteil haben. Klassische Blumenerde eignet sich nicht.

Eine gute Drainage ist bei sukkulenten Pflanzen besonders wichtig, denn bei Staunässe verfaulen die Wurzeln sehr schnell. Damit das Wasser aus dem Pflanzgefäß ablaufen kann, muss es in jedem Fall mindestens ein Abzugsloch besitzen. Die meisten Sukkulenten mögen ein Substrat aus zwei Teilen lockerer Erde und einem Teil Sand. Im Fachhandel erhältliche Kakteen- oder Sukkulentenerde enthält bereits Sand - diese Spezialerde kann man gern noch eine Handvoll Sand extra beimischen. Damit die Abzugslöcher nicht verstopfen und die Drainage verstärkt wird, sollten Tonscherben auf den Grund des Gefäßes gelegt werden.

Sukkulenten richtig gießen

Sukkulenten mögen einen vollsonnigen Platz. Ideal ist ein Gewächshaus oder Südfenster. Insbesondere Arten, die eine weiße, graue oder blaue "Haut" haben, brauchen Helligkeit um gut zu gedeihen. Ein ungünstiger Standort zeigt sich in unnatürlich verlängerten Trieben der Pflanze. Auch wenn Sukkulenten gegenüber Wassermangel unempfindlich sind, sollten sie in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst etwa einmal die Woche, wenn die obere Erdschicht ausgetrocknet ist, gegossen werden. Am besten eignet sich kalkfreies Wasser, also Regenwasser oder abgekochtes Leitungswasser. Überschüssiges Gießwasser im Untersetzer oder Übertopf sollte unbedingt entfernt werden. Während der Ruhephase im Winterhalbjahr sollten die Pflanzen möglichst hell, aber kühl stehen. Dann benötigen sie in dieser Phase weniger Wasser.

Dekorative Pflanzen für die Wohnung

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Tassen, Gläser, Teedosen: Sukkulenten können in verschiedene Gefäße gepflanzt werden.

Seit einigen Jahren sind Sukkulenten aufgrund ihrer schönen Form beliebte Deko-Elemente. Sie können in verschiedene Behältnisse wie Tassen, Einmachgläser oder Teedosen gepflanzt werden und sehen insbesondere in Gruppen attraktiv aus. Eine besonders hübsche Möglichkeit, Sukkulenten in Szene zu setzen, bietet ein Etagenbeet. Mehrere Schalen unterschiedlichen Durchmessers werden mit Erde gefüllt, ineinander gestellt und können dann nach Lust und Laune bepflanzt werden. Wichtig: Alle Gefäße benötigen Abflusslöcher, damit keine Staunässe entsteht.

Sukkulenten einfach vermehren

Die Vermehrung ist bei den meisten Sukkulenten ganz einfach: Nebensprosse, sogenannte Kindel, lassen sich leicht abtrennen und in kleine Pflanzgefäße setzen. Gepflegt werden sie wie die "Großen". Relativ schnell bilden sich neue Wurzeln und daraus eine neue Pflanze. Auch durch das Abtrennen von Blättern erhält man bei vielen Sukkulentenarten neue Exemplare. Am besten lässt man das abgetrennte Blatt einige Tage liegen, damit die Schnittfläche antrocknet. Dann steckt man es in die Erde.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 24.01.2019 | 16:20 Uhr

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