Stand: 31.05.2019 08:44 Uhr

Vatertag: Die meisten Gruppen feiern friedlich

Auch Frauengruppen waren am Vatertag unterwegs - natürlich mit rosa Bollerwagen.

In ganz Niedersachsen haben Gruppen zumeist junger Menschen gestern Vatertag gefeiert. Traditionell steht dieser Tag im Zeichen von Ausflügen und Alkoholgenuss. In den meisten Teilen des Landes feierten die Menschen friedlich. Doch auch in diesem Jahr kam es mancherorts wieder zu Streitigkeiten und Schlägereien - etwa am Vörder See in Bremervörde. Wie üblich hatten sich dort nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen bis zu 4.000 Menschen versammelt und einige von ihnen schlugen dabei über die Stränge. Bis in die frühen Morgenstunden kam es zu Schlägereien, Zerstörungen und Komasaufen.

Polizei trennt Streitende mit Pfefferspray

Auch bei Lüneburg gerieten viele Ausflügler aneinander. Rund 400 Feiernde waren nach Angaben eines Polizeisprechers zum Inselsee nach Scharnebeck gekommen. Der See selbst sei für Vatertagsausflügler zwar gesperrt gewesen, auf den Wegen zum See sei es aber immer wieder zu Schlägereien gekommen. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, um die Streitenden zu trennen. Nach Angaben des Polizeisprechers soll nun geprüft werden, ob am Inselsee in Zukunft mehr Polizisten eingesetzt werden. Bei Holm Seppesen (Landkreis Harburg) warfen Feiernde Flaschen auf einen vorbeifahrenden Zug. Nach Angaben der Polizei Buchholz zersprang dabei ein Zugfenster. Wie jedes Jahr seien zudem an vielen Orten Leitpfosten an der Straße herausgerissen worden. Im Großen und Ganzen sei es aber relativ ruhig geblieben, sagte ein Sprecher der Polizei Stade.

Braunschweig: Prinzenpark am Abend geräumt

Die Polizei in Braunschweig war mehr gefragt als an zurückliegenden Vatertagen. Am Abend räumten die Beamten den Prinzenpark, weil sich rund 150 Menschen der Polizei gegenüber gewaltbereit zeigten. Durch die Räumung konnten größere Auseinandersetzungen verhindert werden. Insgesamt habe es an diesem Tag eine Vielzahl von Strafanzeigen gegeben. Die Polizei in Wolfsburg hatte dagegen einen "durchweg entspannten und friedlichen Einsatzverlauf", wie sie am Abend mitteilte. Vereinzelt habe es zwar kleinere Streitigkeiten gegeben, aber diese hätten durch "die umsichtig agierenden Polizeikräfte schnell und unkompliziert entschärft und gelöst" werden können.

Ganderkesee: Keine Ausschreitungen wie im Vorjahr

Trotz einiger Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zwischen Feiernden zog auch die Polizei in Delmenhorst und Oldenburg eine positive Bilanz. Gewalttätige Ausschreitungen wie sie sich im vergangenen Jahr an der Gaststätte in der Gemeinde Ganderkesee abgespielt hätten, hätten sich in diesem Jahr nicht wiederholt. Die Polizei habe sich nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr umfangreich auf die Feierlichkeiten vorbereitet. In Osnabrück gab es nach Polizeiangaben ebenfalls keine Vorkommnisse. Der Fokus am Vatertag habe auf der Eröffnung und dem ersten Tag des Deutschen Musikfestes gelegen, sagte ein Sprecher.

Es geht auch anders: Kurzurlaub mit der Familie

Viele nutzen das Himmelfahrts-Wochenende in Niedersachsen auch für einen Kurzurlaub oder einen Ausflug. Die Ferienregionen im Land hatten sich entsprechend auf einen Ansturm vorbereitet. Der Tourismusverband in Schortens (Landkreis Friesland) sprach von gut gebuchten Hotels und anderen Quartieren an der Küste und auf den Inseln. Nur einzelne Zimmer seien noch frei, berichtet NDR 1 Niedersachsen. In Wilhelmshaven seien die Hotels für das verlängerte Wochenende bereits zu 90 Prozent ausgelastet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.05.2019 | 08:00 Uhr

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