Stand: 13.02.2020 07:03 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Sturmflut-Serie reißt Wangerooges Strand weg

Die Sturmfluten haben dem Strand auf Wangerooge erheblich zugesetzt.

An der Nordseeküste sind am Mittwoch erneut Strände und Vorlande überflutet worden. Das Wasser stieg eineinhalb Meter höher als das mittlere Hochwasser. Es sei eine ungewöhnliche Serie von Sturmfluten, die die Küste und die Inseln gerade erlebten, hieß es am Mittwoch vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Anhaltend hohe Windgeschwindigkeiten und eine konstante Westwindlage sorgten demnach bis Mittwochnachmittag für fünf Sturmfluten in Folge. Inzwischen hat sich die Wetterlage beruhigt. Auch die Fähren zu den Ostfriesischen Inseln fahren wieder planmäßig. Aber ab dem Wochenende warnen Meteorologen erneut vor starkem Wind.

Wangerooge: Sturmflut spült Hauptstrand weg

Hallo Niedersachsen -

Durch die jüngsten Sturmfluten ist der Hauptbadestrand der ostfriesischen Insel Wangerooge fast komplett weggespült worden. Es sind rund 80.000 Kubikmeter Sand.

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Wangerooge: Mehr als zwei Meter hohe Abbruchkante

Durch die Sturmfluten der vergangenen Tage ist der Sand am Hauptbadestrand der ostfriesischen Insel Wangerooge zu großen Teilen weggerissen worden. Dort klafft eine 2,5 Meter hohe Abbruchkante, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. 80.000 Kubikmeter Sand, so schätzt Inselbürgermeister Marcel Fangohr (parteilos), wurden einfach weggespült. Auch vorgelagerte Sanddünen und Sandpakete haben stark an Volumen verloren. Wie viel genau, wollen Experten des NLWKN in den kommenden Tagen ermitteln.

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Bürgermeister rechnet mit 400.000 Euro Schaden

Der Schaden sei weit größer als im vergangenen Jahr, sagte Fangohr. Damals kostete es rund 300.000 Euro, Sand aus weit entfernten Bereichen im Osten der Insel mit Kipplastern an den Hauptstrand zu transportieren, um diesen wieder aufzufüllen. In diesem Jahr werden es wohl 400.000 Euro sein, schätzt der Bürgermeister. Er fordert, dass die Gemeinde dafür wieder Sand von den Sandbänken im Osten entnehmen darf. Vor drei Jahren hatte die Bundesregierung das verboten.

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Wälder nicht betreten

Auch fern der Küste sind die Auswirkungen von Sturmtief "Sabine" weiterhin spürbar. So sollen die Wälder im Land weiter gemieden werden. Für den Harz rät die Nationalparkverwaltung dringend von einem Besuch der Wälder ab. Es bestehe weiterhin "akute Gefahr für Leib und Leben" durch herabstürzende Äste und Bäume, sagte ein Sprecher. Auch die Niedersächsischen Landesforsten raten davon ab, Wälder zu betreten, bevor die Schadensaufnahme beendet ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.02.2020 | 18:00 Uhr

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