Stand: 04.12.2018 15:02 Uhr

Lies erwägt Aufnahme von Wölfen ins Jagdrecht

Ein Wolfsangriff auf einen Menschen konnte in Steinfeld (Landkreis Rotenburg) nicht nachgewiesen werden. Dennoch hat der Vorfall die Gemüter erhitzt und Politiker erneut über Obergrenzen, Zäune und Jagd diskutieren lassen. Die Debatte, ob die Wolfspopulation begrenzt werden müsse, war in vollem Gange. Umweltminister Olaf Lies (SPD) erwägt - anders als bisher - nun doch eine Aufnahme der Tiere in das Jagdrecht. Es müsse geprüft werden, "ob und ab wann die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht helfen kann, um beispielsweise Fragen von Zuständigkeiten und Befugnissen zu lösen", sagte Lies am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

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Lies: Bestandsregulierung wird notwendig

Eine Aufnahme ins Jagdrecht bedeutet allerdings nicht, dass Wolfe automatisch bejagt werden können. "Der Wolf ist streng geschützt", betonte Lies. "Wir kommen jedoch angesichts der deutlich zunehmenden Population eines Tages in Bereiche, in denen auch eine Bestandsregulierung notwendig ist." Dann müssten die Tiere ohnehin im Jagdrecht sein, damit die Population durch Jäger begrenzt werden könnte, sagt Lies.

Besonders viele Wolfsrisse in Niedersachsen

Denn die Zahl der Wölfe erhöhe sich exponentiell, so der Minister weiter. Gerade im Agrarland Niedersachsen komme es zu besonders vielen Wolfsrissen. Lies hatte deshalb bereits im Bundesrat eine Initiative angestoßen, die den Umgang mit Problemwölfen bundesweit einheitlich regeln soll. Eine Aufnahme in das Jagdrecht hatte der Umweltminister bis dato aber abgelehnt. Der Deutsche Jagdverband hatte bereits im April eine Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht gefordert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.12.2018 | 14:00 Uhr

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