Stand: 13.06.2018 15:31 Uhr

Das eigene Haus - ein immer teurerer Traum

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Ob man sich ein eigenes Haus leisten kann und will, kommt auf die Region an. Teurer wird es allerdings überall.

Um sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen, müssen die Menschen in Niedersachsen mehr und mehr Geld investieren. Einer Studie der Norddeutschen Landesbausparkasse (LBS) Nord zufolge sind typische frei stehende Einfamilienhäuser seit 2015 jedes Jahr teurer geworden, und zwar in allen Regionen des Landes. Die Steigerungsraten unterscheiden sich jedoch, und nach wie vor gibt es Städte, die deutlich teurer sind als andere. Die LBS hat Zeitungs- und Online-Inserate für Häuser auswerten lassen und betrachtet dazu das durchschnittliche Jahresnettoeinkommen in der jeweiligen Stadt.

Osnabrück: 16 Prozent Anstieg jährlich

Auf Platz eins der Skala steht laut Studie derzeit Osnabrück. Der mittlere Standardpreis für ein Einfamilienhaus liegt dort bei 449.000 Euro. Mittlerer Standardpreis bedeutet laut LBS: 50 Prozent der Häuser sind teurer, 50 Prozent günstiger als dieser Wert. Seit 2015 seien die Hauspreise um satte 16 Prozent pro Jahr gestiegen, im Schnitt ist ein Eigenheim in Osnabrück nun elf Jahresnettoeinkommen wert.

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Hannover: Höchste Spitzenwerte

Nur wenig darunter liegt der mittlere Standardpreis in Hannover: 448.500 Euro oder 10,4 Jahresnettoeinkommen. Wer sich wundert, dass die Landeshauptstadt nur auf Platz zwei kommt: Dies gilt nicht in Bezug auf die Spitzenwerte, die für Häuser verlangt werden. Diese sind in Hannover mit Abstand am höchsten. Für ein Viertel aller Häuser würden mindestens 697.500 Euro verlangt, so die LBS. Zum Vergleich: In Osnabrück, das bei den Spitzenwerten den zweiten Platz belegt, liegt der Wert bei gut 536.000 Euro. Seit 2015 sind die Preise in der Stadt Hannover laut Studie um fünf Prozent jährlich gestiegen. Nur um ein Prozent jährlich verteuerten sich Eigenheime in Wolfsburg. Der mittlere Standardpreis beträgt dort 399.000 Euro, das entspricht 8,8 Jahresnettoeinkommen.

Preissprünge in Delmenhorst, Salzgitter, Wolfenbüttel

Besonders hohe Steigerungsraten verzeichnet die Studie in Delmenhorst: 19 Prozent pro Jahr haben die Hauspreise in den vergangenen drei Jahren zugelegt, der Standardpreis liegt jetzt bei 279.000 Euro. Überdurchschnittlich hohe Preissteigerungen gab es auch in Salzgitter (16 Prozent pro Jahr) und in den Landkreisen Helmstedt (15 Prozent), Wolfenbüttel (13 Prozent) und Gifhorn (12 Prozent).

Vergleichsweise günstig kommt man noch in den Landkreisen Holzminden, Northeim und Lüchow-Dannenberg zum eigenen Heim. Die Standardpreise bewegen sich zwischen 115.000 und 120.000 Euro oder 2,5 bis drei örtlichen Jahresnettoeinkommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.06.2018 | 14:00 Uhr

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