Corona-Verordnung: Verkauf von Pflanzen wieder erlaubt

Stand: 12.02.2021 13:24 Uhr

Die stellvertretende Krisenstabsleiterin Claudia Schröder hat am Freitag das neue Corona-Regelwerk des Landes vorgestellt. Die Lockerungen sind überschaubar.

Schröder kündigte an, dass Kinder bis sechs Jahre bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr eingerechnet werden. Bisher lag die Altersgrenze bei drei Jahren. Private Zusammenkünfte sind aber weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Eine Ausnahme bei den Konktaktbeschränkungen gibt es für berufliche Fahrgemeinschaften. Hier müssen allerdings alle Mitfahrenden künftig eine medizinische Maske tragen.

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Niedersachsens geänderte Corona-Verordnung

Hier finden Sie die ab 13. Februar geltende Corona-Verordnung zum Download. Alle Neuerungen sind gelb markiert. Download (405 KB)

Pflanzenverkauf und Probefahrten möglich

Neu ist in der Verordnung, dass Verkaufsstellen für Pflanzen wie Blumenläden, Gärtnereien und Gartencenter ab Sonnabend wieder öffnen dürfen. Schröder begründete dies unter anderem damit, dass es sich dabei um verderbliche Waren und saisonale Angebote handelt. Die rechtzeitige Öffnung zum Valentinstag am 14. Februar bezeichnete sie als "gute Gelegenheit". Erlaubt sind zudem Probefahrten im Auto- und im Fahrradhandel. Friseure müssen sich dagegen noch etwas gedulden. Sie dürfen gemäß der bundesweiten Einigung zum 1. März Kunden empfangen. Die neue Corona-Verordnung gilt ab Sonnabend zunächst bis zum 7. März.

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Die stellvertretende Corona-Krisenstabsvorsitzende Claudia Schröder sitzt vor einem Mikrofon. © NDR
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Neue Corona-Verordnung: Lockerungen überschaubar

Der Krisenstab hat die ab Sonnabend geltende Corona-Verordnung vorgestellt. Hier die Pressekonferenz von Freitag. 61 Min

Strengere Quarantäne-Regeln

Verschärfungen gibt es bei den Quarantäne-Bestimmungen. Wegen der Virus-Mutationen wird die Zeit wieder von zehn auf 14 Tage hochgesetzt. Ein Verkürzen der Quarantäne nach fünf Tagen ist künftig nur noch mit einem PCR-Test möglich. Personen, die aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren, haben diese Möglichkeit nicht. Sie müssen grundsätzlich 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Unbedingt die dritte Welle vermeiden

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat unterdessen die von Bund und Ländern beschlossene Lockdown-Verlängerung verteidigt. Man wolle nicht direkt in eine dritte Welle geraten, sagte er im Anschluss an die Beratungen. Gäbe es die neuen aggressiven Virus-Mutationen nicht, hätten bei dem aktuell rückläufigen Infektionsgeschehen deutliche Lockerungen in Aussicht gestellt werden können, so Weil.

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Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht bei der Landespressekonferenz. © NDR

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.02.2021 | 12:00 Uhr

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