Stand: 28.11.2019 19:52 Uhr

Autonomes Fahren: Letzte Arbeiten an Teststrecke

In Niedersachsen entsteht derzeit eine Teststrecke für autonomes Fahren, die Anfang Januar in Betrieb gehen soll. Mit der Installation der letzten Kameras am Donnerstag sind die Arbeiten in die finale Phase vor dem Start gegangen. Im Städte-Dreieck zwischen Hannover, Hildesheim und Braunschweig-Wolfsburg sollen auf den Autobahnen A7, A2, A39 und A391 sowie auf den Bundesstraßen B3, B6, B243 und Landesstraße L295 das autonome Fahren erprobt werden. Im Bereich der A39 gibt es 71 Masten, die je mit vier Kameras bestückt sind. Insgesamt ist die Strecke nach Angaben des federführenden Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mehr als 280 Kilometer lang.

Test und Realbedingungen

Auf der Strecke in Niedersachsen geht es laut DLR unter anderem darum, Systeme unter Realbedingungen zu testen. Die installierten Kameras sollen dabei den gesamten Straßenverkehr aufzeichnen. Diese gewonnenen Daten würden dann an die selbstständig fahrenden Autos in Echtzeit übermittelt, so ein Sprecher des DLR. Damit könnten sie sich dann im normalen Straßenverkehr zurechtfinden. In Zukunft sollen die autonomen Fahzeuge untereinander - ganz ohne die Kameras - kommunizieren können. Bis das autonome Fahren aber völlig straßentauglich ist, werden nach Einschätzung von Forschern noch rund 30 Jahre vergehen.

Lies: "Mehr Sicherheit im Verkehr"

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hatte die Strecke vor rund zwei Jahren als ein "international einzigartiges befahrbares Labor, das unter Realbedingungen die Mobilität von morgen mitten in Niedersachsen untersucht", bezeichnet. Er verspricht sich vom autonomen Fahren mehr Sicherheit auf den Straßen.

Volkswagen und Continental sind Partner

Gefördert wird das Testfeld von den niedersächsischen Ministerien für Wirtschaft und für Wissenschaft. Als industrielle Partner sind unter anderem die Unternehmen Volkswagen, Continental und Siemens sowie der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Karte: Testfeld für autonomes Fahren in Niedersachsen
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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version haben wir Siemes statt Siemens geschrieben. Wir haben es inzwischen korrigiert.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 29.11.2019 | 18:00 Uhr

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