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1918: Vom Kieler Matrosenaufstand zur Novemberrevolution

Im November 1918 wurde in Kiel deutsche Geschichte geschrieben: Matrosen und Arbeiter zogen in Demonstrationszügen durch die Stadt. Zuvor hatten Matrosen vor Wilhelmshaven den Befehl verweigert, in eine Schlacht gegen England zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt war der Erste Weltkrieg quasi schon verloren - Friedensverhandlungen waren auf dem Weg. Die Marine ging gegen die Männer vor, die aus ihrer Sicht Meuterer waren. Einige Schiffe wurden zurückverlegt nach Kiel, auch dort wanderten einige Matrosen ins Gefängnis. Die demonstrierenden Arbeiter und Soldaten forderten vor allem ihre Freilassung, Veränderungen in der Marine und vor allem in Politik und Gesellschaft. In Kiel lösten Arbeiter- und Soldatenräte die Militärmachthaber ab. Aus dem Aufstand entwickelte sich die Novemberervolution, in deren Verlauf die Weimarer Republik ausgerufen wurde.

Revolutionsversammlung auf dem Kasernengelände in Kiel-Friedrichsort im November 1918. © Landeshauptstadt Kiel Foto: Mumm, Johann

Wie sich der Kieler Matrosenaufstand bis heute auswirkt

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Eine Gruppe von Matrosen posieren für ein Foto hinter einem Schild: "Zur Erinnerung an die Revolution 1918". © NDR
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Chronik: Die Revolution der Matrosen 1918

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Eine Postkarte zeigt einen Matrosen mit einer roten Flagge in der Hand mit der Überschrift "Revolution". © Landeshauptstadt Kiel

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Im Anschluss an eine Demonstration befreite Matrosen vor dem Untersuchungsgefängnis in Wilhelmshaven am 6. November 1918 © picture-alliance / akg-images

Der Aufstand der Matrosen - die Revolution beginnt

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Blick auf demonstrierende Matrosen in Kiel im November 1918. © picture-alliance / dpa

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Matrosenaufstand und Novemberrevolution 1918

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Am 9. November 1918 endet die letzte deutsche Monarchie, Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft die Republik aus. Begonnen hat die Revolution in Wilhelmshaven und Kiel. mehr

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