Ein Mann liegt mit Magenschmerzen auf dem Sofa. © imago images Foto: tommaso79

Weihnachtsessen: Das hilft bei Sodbrennen und Magenschmerzen

Stand: 23.12.2020 13:42 Uhr

Süßes, Fettiges oder Scharfes können an den Festtagen dem Magen zu schaffen machen, Alkohol und Nikotin ihn zusätzlich reizen. Einige einfache Hausmittel helfen, die Beschwerden zu lindern.

Schokolade, Lebkuchen und Marzipan, dazu Gänsebraten und viel Alkohol: An den Weihnachtstagen muss der Magen oft Höchstleistungen erbringen. Größere Mengen an süßen, fettigen oder scharfen Lebensmitteln führen dazu, dass er mehr Magensäure bildet - und die greift die Magenschleimhaut an. Einfachstes Mittel gegen die Beschwerden: Fette, zuckrige oder stark gewürzte Speisen weglassen und auch Kaffee sowie zitrus - und kohlensäurehaltige Getränke möglichst reduzieren. Hilfreich ist es zudem, Stress zu vermeiden, ausreichend zu schlafen und die Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen.

Hausmittel gegen Magenschmerzen

Kräutertee in einer Glas-Teetasse. © fotolia Foto: Joshua Resnick
Kräutertees, etwa mit Kümmel, Fenchel oder Kamille, können den Magen beruhigen.

Sind die Beschwerden bereits eingetreten, können Hausmittel helfen. Bewährt haben sich etwa einige Teelöffel trockene Haferflocken, langsam gekaut, oder ein Esslöffel helle Leinsamen, mit Wasser aufgegossen und über den Tag verteilt getrunken. Bei krampfartigen Beschwerden können Kümmel-, Kamillen- oder Pfefferminztee helfen. Wichtig: Der Magen darf nicht zu leer sein. Besonders magenschonend sind Gerichte der einfachen Hausmannskost wie Kartoffelbrei mit Möhren.

Tipps gegen Sodbrennen

Gegen Sodbrennen hilft es, viel zu trinken, um den Magensaft in der Speiseröhre herunterzuspülen, etwa mit Milch, Tee oder Wasser. Kohlensäure sollte das Getränk nicht enthalten. Pfefferminztee ist bei Sodbrennen ebenfalls ungeeignet: Er kann den Schließmuskel am Mageneingang schwächen und Sodbrennen fördern. Gegen das akute Brennen helfen Mandeln, die zerkaut und heruntergeschluckt werden oder ein Teelöffel Heilerde, die zuvor in einem Glas Wasser aufgelöst wurde.

Vor dem Zubettgehen keine schweren Mahlzeiten mehr einnehmen und mit leicht erhöhtem Oberkörper oder auf der linken Seite schlafen. So kann der Magensaft nicht so schnell in die Speiseröhre fließen.

Bei anhaltenden Beschwerden zum Arzt

Halten die Beschwerden länger an, sollte man einen Facharzt aufsuchen. Häufiges Sodbrennen kann vor allem bei älteren Patienten zu Blutungen, Verengung oder Vernarbung der Speiseröhre führen und in seltenen Fällen sogar Krebs verursachen. Bei Magenschmerzen könnte eine chronische Reizung der Magenschleimhaut vorliegen. Das Bakterium Helicobacter pylori kann eine Magenschleimhautentzündung verursachen und schließlich zu einem gefährlichen Magengeschwür führen.

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