Stand: 16.01.2019 09:11 Uhr

Gesunden Chicorée lagern und zubereiten

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Chicorée enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Chicorée führt im wahrsten Sinn des Wortes ein Schattendasein: Er wächst im Dunkeln, verträgt kein Sonnenlicht und ist bei Verbrauchern in Deutschland eher unbeliebt. Pro Person essen sie durchschnittlich nur 300 Gramm im Jahr. Dabei steckt im Chicorée viel Gesundes: Seine Bitterstoffe sind gut für Verdauung, Stoffwechsel und Kreislauf. Er ist reich an Kalium, Folsäure und Zink, liefert auch die Vitamine A, B und C. 100 Gramm Chicorée haben nur 16 Kilokalorien, aber sehr viel Inulin. Der Ballaststoff ist gut für die Darmflora, macht lange satt und lässt den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen.

Ein Chicorée-Gericht

Küchen-ABC: Chicorée - nicht nur für den Salat

Mein Nachmittag -

Chicorée ist sehr kalorienarm und reich an Vitamin-, Mineral- und Ballaststoffen. Küchenmeister Hannes Schröder nutzt ihn für einen Salat und karamellisiert ihn als Nachtisch.

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Saison-Gemüse: Blattsprosse wachsen aus Rüben

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Nach gut drei Wochen ist Chicorée erntereif. Die Blattsprosse wachsen im Dunkeln an den Wurzeln der Pflanze.

Chicorée hat von Oktober bis Mai Saison. Die Rüben (Zichorienwurzeln) werden geerntet, aufbereitet und kommen ins Kühllager. Dort halten sie bei null Grad eine Art künstliche Winterruhe. Der Chicorée wird in Kisten gesetzt, in denen die Rüben stehen, bis der Chicorée-Spross aus den Zichorienwurzeln wächst. Nach etwa 24 Tagen ist der Chicorée ausgewachsen. Dann wird er vorsichtig geerntet, gesäubert und in Lichtschutzpapier verpackt.

Chicorée kaufen und aufbewahren

Chicorée darf kurze Zeit ans Licht, sonst verfärbt er sich und wird schnell sehr bitter und ungenießbar. Beim Kauf darauf achten, dass er keine welken Außenblätter oder braune Stellen hat. In ein feuchtes Küchentuch eingewickelt, bleibt Chicorée im Kühlschrank eine Woche frisch. Er ist ganz schnell und einfach zubereitet. Bei bitterstoffarmen Sorten muss man nicht einmal den Strunk herausschneiden.

Neue Züchtung: Roter Chicorée

Chicorée kann man roh als Salat essen, er schmeckt aber auch gut gedünstet oder überbacken. Seit einiger Zeit gibt es auch roten Chicorée. Dabei handelt es sich um eine Züchtung, bei der Chicorée mit Radicchio gekreuzt wurde. Die noch seltene Sorte soll einen feinen Geschmack und deutlich weniger Bitterstoffe haben.

Zichorienwurzeln waren früher Kaffeeersatz

Gemahlene Zichorienwurzeln wurden früher als Kaffeeersatz verwendet. Auch heute noch ist das Pulver in Getreidekaffee enthalten. In der Volksheilkunde war ein Aufguss aus geraspelten Chicorée-Rüben ein beliebtes Magenmittel. Die Bitterstoffe halfen bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden.

Rezepte

Karamellisierter Chicorée mit Buchweizen

Für dieses raffinierte Gericht wird der Chicorée in der Pfanne gebraten und mit Blutorangen-Filets, Buchweizen, Nüssen und gegrilltem Schafskäse serviert. mehr

Chicorée-Möhren-Salat

Dieser leckere Wintersalat bekommt durch Avocado- und Pomelostücke, Granatapfelkerne und geröstete Mandeln einen besonderen Pfiff. Dazu passt Joghurt-Limonendressing. mehr

Übersicht: Rezepte mit Chicorée

Chicorée hat von Oktober bis Mai Saison, seine Bitterstoffe sind gut für Verdauung, Stoffwechsel und Kreislauf. Eine Auswahl mit Rezepte mit Chicorée. mehr

Weitere Informationen

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