Steinbrech © Fotolia.com Foto: M. Schuppich

Stauden im Frühling pflanzen und düngen

Stand: 17.03.2021 09:18 Uhr

Im Frühling beginnen die ersten Stauden zu blühen und benötigen Pflege und Dünger. Zudem können neue Blumen gepflanzt werden - zum Beispiel Steinbrech, Blaukissen oder Veilchen.

Endlich wieder Farbtupfer im Beet und auf dem Balkon: Wer die Bepflanzung von Beeten, Kübeln oder dem Steingarten erneuern möchte, kann ab März neue Pflanzen kaufen und einsetzen, sofern der Boden frostfrei ist. Das Frühjahr ist auch ein guter Zeitpunkt, um ein Staudenbeet neu zu planen oder einen Präriegarten anzulegen.

Den richtigen Standort für Stauden wählen

Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Pflanze kräftige, feste Wurzeln hat. Zudem sollte man ihre Anforderungen an Licht und Boden sowie die Wuchshöhe beachten - schließlich sollen sich die neuen Stauden harmonisch ins Gesamtbild einpassen und ideale Wachstumsbedingungen haben.  

Bestandsaufnahme im Staudenbeet: Sind die Pflanzen gesund?

Wer bereits ein Staudenbeet angelegt hat, sollte im Frühling eine Bestandsaufnahme machen und prüfen, ob alle Pflanzen gut durch den Winter gekommen sind. Dies ist nicht bei allen Stauden einfach zu erkennen: Früh austreibenden Pflanzen wie Iris, Kaiserkrone und Bärlauch sieht man bereits im März deutlich an, ob sie gesund sind. Spät blühende Stauden wie Herbstanemonen, Astern und einige Storchschnabel-Arten treiben hingegen meist später aus und fangen erst im Mai so richtig an zu wachsen. Also nicht zu früh urteilen und den Stauden bis Mitte Mai Zeit geben. 

Dünne Laubschicht kann liegen bleiben

Sollte noch eine dünne Laubschicht das Staudenbeet bedecken, kann diese liegen bleiben. Zum einen zersetzen Mikroorganismen sie zu Dünger. Zum anderen dient das Laub als Schutz vor Bodenverdichtung und Austrocknung und bildet eine natürliche Mulchschicht, die Wildkräuter fernhält. Im Laufe des Frühjahrs überwachsen die Stauden die Laubschicht. Sofern noch nicht im Herbst geschehen, die Stauden - auch die Ziergräser - zurückschneiden und Unkraut entfernen. Lavendel benötigt kurz vor dem Austrieb ebenfalls einen kräftigen Rückschnitt.

Das Auflockern des Bodens im Staudenbeet ist umstritten. Einerseits sollte der Boden locker und nicht verdichtet sein. Andererseits werden beim Grubbern der Beete viele feine Wurzeln der Stauden verletzt. Dies bedeutet einen reduzierten, gehemmten Wuchs, und die Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Stauden durch Teilen verjüngen

Fetthenne wird geteilt © NDR Foto: Udo Tanske
Durch Teilung werden Stauden verjüngt.

Bereits vorhandene Stauden können geteilt und auf diese Weise vermehrt und verjüngt werden. Dies ist insbesondere bei älteren Stauden sinnvoll. Oftmals blühen sie nicht mehr reich und verkahlen von innen. Nach dem Teilen können sie an anderer Stelle im Beet oder in Töpfen neu gepflanzt werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist kurz vor dem Austrieb. Stauden, die bereits im Frühjahr blühen, sollten allerdings besser im Herbst geteilt werden.

Kräftiges Wachstum durch organischen Dünger

Im Frühling sollte zudem die erste Düngung des Staudenbeets erfolgen. Dafür eignen sich organische Dünger wie Kompost, Hornspäne, Knochen- und Blutmehl. Sie regen den Boden an, Nährstoffe freizugeben und das für relativ lange Zeit. Mineralische Dünger wie Blaukorn sind nicht empfehlenswert. Sie lassen die Pflanzen so schnell wachsen, dass sie oft instabil werden und umfallen. Außerdem steigt durch diese Dünger der Wasserbedarf der Pflanzen extrem, sodass sehr häufig gegossen werden muss.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 28.02.2021 | 18:05 Uhr

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