Rosafarbene Blüten einer Herbst-Anemone © fotolia Foto: Petra Fischer

Herbst-Anemonen bezaubern mit filigranen Blüten

Stand: 25.08.2021 15:43 Uhr

Sie haben zarte Blüten und blühen oft bis Oktober: Herbst-Anemonen. Die pflegeleichten Stauden mögen halbschattige Standorte und können auch in Kübel gepflanzt werden.

Unzählige zarte Blüten in Rosa, Weiß oder Rot: Herbst-Anemonen zählen zu den schönsten Blumen im spätsommerlichen und herbstlichen Beet. Sie zählen zur Gattung der Anemonen, von der es rund 120 Arten gibt. Je nach Sorte blühen die filigranen Herbst-Anemonen im Zeitraum von Juli bis Oktober. Es gibt zahlreiche durch Züchtung entstandene Sorten und Hybriden.

Herbst-Anemonen werden zwischen 60 und 140 Zentimeter hoch. Haben sie den richtigen Standort, sind die schönen Pflanzen extrem pflegeleicht und kaum anfällig für Krankheiten.

Der richtige Standort für Herbst-Anemonen

Herbst-Anemonen bevorzugen einen halbschattigen Standort, kommen aber auch mit einem sonnigen Platz klar. Besonders wichtig ist dann, dass der Boden nicht austrocknet, Staunässe sollte ebenfalls vermieden werden. Der Gartenboden sollte möglichst durchlässig, humos und nährstoffreich sein. Anemonen bilden mit der Zeit Ausläufer und können sich im Beet recht großflächig ausbreiten, dies sollte bei der Auswahl des Standorts bedacht werden. Durch den starken Wuchs unterdrücken sie aber auch Unkraut.

Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen ist das Frühjahr, denn Herbst-Anemonen benötigen etwa zwei Jahre, bis sie richtig angewachsen sind. Bis dahin - und insbesondere bei einer Pflanzung im Herbst - benötigen sie einen guten Winterschutz aus Fichtenreisig oder Laub.

Herbst-Anemonen im Kübel pflanzen

Auch in Kübel auf Balkon oder Terrasse können Herbst-Anemonen problemlos gepflanzt werden. Die Voraussetzungen für Licht und Boden sind dieselben wie im Beet. Um der Pflanze genügend Dünger zukommen zu lassen, können beim Einpflanzen Kompost oder Hornspäne untergemengt werden. Gerade im Kübel ist ein Winterschutz - beispielsweise aus Fichtenreisig - empfehlenswert. Zusätzlich sollte der Kübel auf eine Styroporplatte und möglichst dicht an die Hauswand gestellt werden. Die Pflanze am besten im Frühjahr kurz vor dem Austreiben zurückschneiden.

Einfache Vermehrung durch Wurzelschnittlinge oder Samen

Im Beet vermehren sich Herbst-Anemonen durch Ausläufer von selbst. Damit diese nicht zerstört werden, darf rund um die Pflanze nicht gehackt werden. Wer Ausläufer an einer anderen Stelle pflanzen will, kann das durch sogenannte Wurzelschnittlinge tun. Dafür einfach die Ausläufer, am besten im Frühling, abstechen und wieder einpflanzen.

Samenstand einer Herbst-Anemone © fotolia Foto: E. Schittenhelm
In den weißen Fruchtständen mancher Arten befindet sich die Saat der Herbst-Anemonen.

Wer mag, kann Anemonen auch durch Saat vermehren. Diese befindet sich bei manchen Arten in den weißen Fruchtständen, die die Pflanzen im Herbst bilden. Die dunklen Samen werden aus den Fruchtständen herausgenommen und trocken und dunkel bis zum Frühjahr aufbewahrt. Im Frühling können sie dann in mit Anzuchterde gefüllte Töpfe gesetzt werden. Das erste Jahr sollten sie besser noch nicht draußen überwintern, sondern erst im folgenden Frühling ins Beet gesetzt werden. Wichtig: Die Jungpflanze muss vor Trockenheit und praller Sonne geschützt werden.

Die weißen Fruchtstände sehen übrigens - wie Ziergräser - auch im Winter sehr dekorativ im Beet aus, sie können erst im Frühjahr beim Rückschnitt der Staude entfernt werden.

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Rasch durch den Garten | 04.09.2021 | 17:35 Uhr

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