Stand: 05.06.2019 08:25 Uhr

Rainfarn wirkt als biologischer Pflanzenschutz

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Ein Sud aus Rainfarn hilft gegen Blattläuse, Raupen und Weiße Fliegen.

Wer einen biologischen Pflanzenschutz gegen beißende und saugende Insekten sucht, sollte die Wirkung von Rainfarn ausprobieren. Die Pflanze blüht von Juni bis September und ist giftig. Als Sud eignet sie sich aber hervorragend, um beispielsweise die Weiße Fliege aus dem Gemüsebeet zu vertreiben. Diese befällt unter anderem Kohlrabi, Paprika, Tomate und Gurke. Die Larven saugen und fressen an der Pflanze und schwächen sie, sodass die Früchte nicht richtig ausreifen.

Die Weiße Fliege sitzt unter den Blättern und an den Pflanzen. Die Insekten treten in großer Zahl auf und sind sehr widerstandsfähig. Wenn sie erst einmal eine Pflanze befallen haben, verteilen sie sich oft auch auf anderen.

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NaturNah -

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So wird ein Sud aus Rainfarn hergestellt

Rainfarn vertreibt alle saugenden (Blattläuse, Weiße Fliegen) und beißenden (Raupen) Insekten und wirkt gegen Falschen Mehltau. Um den Sud herzustellen, benötigt man getrockneten Rainfarn. Man kann ihn in freier Natur sammeln oder im eigenen Garten pflanzen.

  • 100 Gramm getrockneten Rainfarn nehmen, die Blätter von den Stielen streifen und die Blüten abschneiden.
  • Das Ganze in einen Topf geben und mit 1 Liter Wasser aufgießen.
  • Die Mischung muss eine halbe Stunde kochen. Dabei lösen sich ätherische Öle und Bitterstoffe, die viele Schädlinge vertreiben.
  • Nach dem Abkühlen den Sud durch ein Sieb gießen. In einem Einweckglas hält sich der Sud mehrere Monate.
  • Für die Anwendung wird der hochkonzentrierte Sud mit Wasser gemischt. Das Verhältnis ist je nach Stärke des Befalls unterschiedlich. Bei geringerem Befall reicht ein Verhältnis von 1:10 (ein Teil Sud zu zehn Teilen Wasser) aus. Bei einem größeren Befall ist ein Verhältnis von 1:6 empfehlenswert. Die Lösung in eine Sprühflasche füllen und die befallenen Pflanzen damit besprühen.

Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach dem Erfolg: Sind einige Tage nach dem Sprühen noch immer Schädlinge zu sehen, die Mischung ein zweites Mal aufsprühen. Das ist aber nicht immer nötig. Wichtig: Gemüse nicht direkt nach dem Sprühen verzehren.

Bei leichtem Befall Neemöl verwenden

Ist eine Pflanze nur leicht befallen, kann man vorbeugend Neemöl (auch als Niemöl bekannt) anwenden. Dadurch können sich die Larven nicht mehr entwickeln. Pflanzen, die mit Neemextrakt eingesprüht werden, nehmen diesen Wirkstoff in ihren Blättern auf und machen diese Futterquelle für die Plagegeister ungenießbar. Wichtig ist, dass der Spritzbelag mindestens drei Stunden auf den Blättern verbleibt, ohne durch hohe Sonneneinstrahlung schnell zu verdunsten oder durch Regen abgewaschen zu werden. Das Mittel ist im Gartenfachhandel erhältlich.

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Dieses Thema im Programm:

NaturNah | 07.05.2019 | 18:15 Uhr

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