Stand: 06.12.2019 09:38 Uhr  | Archiv

Geschenke umweltfreundlich verpacken

von Lotta Polter
Mehrere Rollen Geschenkpapier liegen auf einer roten Fläche. © panthermedia Foto: Anton Matyukha
Weihnachten möchten viele nicht auf Geschenkpapier verzichten.

Zur Weihnachtszeit steigt in Deutschland die Menge an Verpackungsmüll - nach Auskunft der Deutschen Umwelthilfe ist ein großer Teil davon Geschenkpapier. Dabei ist die Lebensdauer des meist festlich-bunten Papiers sehr kurz. Wer die Umwelt mit Geschenkpapier möglichst wenig belasten möchte, kann beim Kauf auf entsprechende Hinweise achten - oder auf Alternativen ausweichen.

Geschenkpapier mit Öko-Siegel kaufen

An den Herstellerangaben auf Geschenkpapier können Verbraucher erkennen, ob es sich um einigermaßen umweltfreundliche Ware handelt:

  • Herkunft: In Deutschland hergestelltes Geschenkpapier hat relativ kurze Transportwege und ist damit besser für die Umwelt als beispielsweise Produkte aus Asien.

  • FSC: Das Siegel mit der Bezeichnung Forest Stewardship Council steht für eine nachhaltige Forstwirtschaft. Der Deutschen Umwelthilfe zufolge sollte ein Geschenkpapier mindestens das FSC-Siegel haben.

  • Blauer Engel: Geschenkpapier mit diesem Siegel besteht nach Herstellerangaben zu mindestens 80 Prozent aus recyceltem Material. Ist der Recyclinganteil noch höher, weisen die Hersteller meist darauf hin.

Umweltfreundliche Alternativen zu Geschenkpapier

Wer der Umwelt zuliebe auf Geschenkpapier verzichten möchten, kann zum Beispiel auf diese Alternativen ausweichen:

  • Mehrwegtüten: Im Gegensatz zu Geschenkpapier können die meist bunt und festlich bedruckten Tüten oft viele weitere Jahre zum Einsatz kommen.

  • Alte Zeitungen oder Zeitschriften: Wer noch zum erlesenen Kreis der Print-Abonnenten gehört, kann gelesene Ausgaben zum Einwickeln von Fisch, Kartoffelschalen und auch Weihnachtsgeschenken verwenden.

  • Alte Stadtpläne oder Straßenkarten: Viele verwenden inzwischen digitale Routenpläne auf dem Smartphone. Wer noch Faltpläne in der Schublade hat, kann damit Weihnachtsgeschenke stilvoll einpacken.

Furoshiki: Verpackungstrend aus Japan

Eine Frau wickelt ein Geschenk mit der japanischen Furoshiki-Technik in ein Tuch ein © picture alliance / dpa Themendienst Foto: Andrea Warnecke
In Japan werden Geschenk in raffiniert verknoteten Tüchern verpackt.

Ein Verpackungstrend aus Japan ist Furoshiki. Im Land der aufgehenden Sonne wickeln sie nicht nur rohen Fisch in Algen, sondern auch Geschenke in Tücher aus recyceltem Polyester oder Bio-Baumwolle. Eine raffinierte Knottechnik (Furoshiki) macht die Tücher zu einer kunstvollen und umweltfreundlichen Alternative zu Geschenkpapier - ideal nicht nur zum Verpacken von Bonsai-Bäumen, Origami-Basteleien und Samurai-Devotionalien.

Die Technik bedarf zwar etwas Übung, macht dann aber durchaus Eindruck. Furoshiki-Anleitungen und Anregungen gibt es im weltweiten Datennetz, zum Beispiel bei YouTube.

Geschenke richtig einpacken

Mit diesen Tipps lassen sich Weihnachtsgeschenke schnell und gut einpacken:

  • Das Papier sollte nicht zu dick sein, sonst können dicke Wulste entstehen. Auch der Klebestreifen hält dem Druck von dicken Papier oft nicht stand und löst sich schon nach kurzer Zeit. Außerdem braucht dünnes Papier etwas weniger Ressourcen in der Herstellung als dickes Papier.

  • Verwenden Sie einfarbiges oder wild gemustertes Papier. Diese Muster erlauben Ihnen die ein oder andere Ungenauigkeit beim Einwickeln der Präsente. Bei gestreiftem Geschenkpapier ist dagegen sofort zu erkennen, wenn das Papier nicht präzise vermessen und gewickelt wurde.

  • Vermeiden Sie weißes Papier: Meist ist es etwas durchsichtig, sodass der oder die Beschenkte den Inhalt schon erahnen kann. Weißes Papier gilt deshalb als möglicher Auslöser für Enttäuschungen und weihnachtliche Tragödien im Familienkreis.

Weitere Informationen
Ein Geschenk in Stoff verpackt, auf den grüne Tannenbäume gedruckt sind. © Anja Deuble

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 09.12.2019 | 20:15 Uhr

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