Zwei Orchideen, Orchideenerde und Blumentöpfe auf einem Tisch. © fotolia Foto: svehlik

Orchideen umtopfen: So geht's

Stand: 19.01.2022 13:03 Uhr

Nach spätestens drei Jahren sollte das Substrat von Orchideen ausgewechselt werden, dann ist es Zeit zum Umtopfen. Worauf sollte man achten, damit die Pflanzen wieder gut anwurzeln?

Orchideen-Substrat verrottet mit der Zeit und schnürt die Wurzeln ein. Da sich die meisten Triebe und Blätter im Frühjahr entwickeln, ist dies ein besonders günstiger Zeitpunkt fürs Umtopfen. Während der Blütezeit ist das Umpflanzen nicht empfehlenswert, da dies die Pflanze schwächen kann. Ein bis zwei Tage vorher die Pflanze kräftig gießen. Sitzt die Pflanze sehr fest, kann es hilfreich sein, durch Drücken des Topfs Wurzeln und Substrat zu lockern.

Tote Orchideen-Wurzeln abschneiden

Nach dem Austopfen das alte Substrat vorsichtig von den Wurzeln lösen und komplett entfernen. Faule und abgestorbene Wurzelteile mit einer Schere entfernen. Tote Wurzeln lassen sich daran erkennen, dass sie schlaff und/oder hohl sind. Sehr lange Wurzeln außerdem kürzen. Haben sich an alten Stängeln schon längere Zeit keine Blüten gebildet, können diese zusätzlich komplett abgeschnitten werden. Den alten Topf und auch das alte Substrat besser nicht mehr verwenden, denn es können sich Pilzsporen gebildet haben.

Welches Substrat eignet sich für Orchideen?

Der neue Topf sollte möglichst transparent sein - so bekommen die Wurzeln das Licht, das sie brauchen. Für die meisten Orchideenarten eignet sich spezielles Orchideensubstrat oder Pinienrinde am besten. Für Dendrobium-Orchideen ist dagegen ein feineres Substrat empfehlenswert, das man ganz einfach selbst zusammenstellen kann: Es besteht jeweils zur Hälfte aus Pflanzgranulat und normaler Pflanzerde.

Nach dem Umtopfen die Orchideen einige Tage nicht gießen

Orchideen-Substrat © picture alliance / dpa Themendienst Foto: Catherine Waibel
Blumenerde ist für Orchideen nicht geeignet, sie benötigen spezielles Substrat.

Ein wenig des Substrats in den neuen Topf geben und die Orchidee nun mit einer leichten Drehung in den Topf setzen. Den Topf nach und nach mit Substrat auffüllen. Zwischendurch den Topf ab und zu bewegen, damit es sich gut verteilt. Zum Schluss mit dem Topf ein paar Mal auf die Arbeitsfläche "klopfen", damit sich das Ganze verdichtet. Wichtig: Die Pflanze darf nicht zu tief eingepflanzt werden, da sonst Wasser zwischen die Blätter der Neutriebe kommt und diese verfaulen. Nach dem Umtopfen die Pflanze etwa fünf Tage nicht gießen, sondern nur im Blätterbereich besprühen.

Eine blühende Orchidee. © NDR Foto: Hans-Herbert Bohn aus Rostock
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Garten: Alles Möhre, oder was?! | 19.01.2022 | 19:00 Uhr

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Zierpflanzen

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