Ein Muster-Personalausweis steckt in einem Lesegerät. © Picture Alliance Foto: Jens Büttner

In Niedersachsen hakt es beim Online-Service der Kommunen

Stand: 06.05.2021 09:07 Uhr

Behördengänge im Internet zu erledigen, kann in Niedersachsen eine Herausforderung sein. Das Land liegt bei den Online-Dienstleistungen seiner Kommunen hinter anderen Bundesländern zurück.

Entsprechende Ergebnisse zeigt der Deutschland-Index für Digitalisierung 2021, den das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme in Berlin am Donnerstag vorstellte. In der Rubrik "Digitale Kommune" wurde unter anderem erfasst, was die Bürger online ohne Gang zum Rathaus oder Kreishaus erledigen können. Dazu gehören die Zulassung eines Autos, die Anmeldung eines Gewerbes sowie die Beantragung von Wohngeld und Baugenehmigungen. Niedersachsen kam dabei auf einen Indexwert von 46,06. Ganz vorne liegt mit 80,72 Berlin, Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit 38,59. Den Zahlen des Instituts zufolge hat sich Niedersachsen seit der letzten Erhebung von 2019 nicht entscheidend verbessert. Als Positivbeispiele nennt der Bericht die Online-Dienstleistungen der Stadt Salzgitter und der Samtgemeinde Barnstorf im Landkreis Diepholz.

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In Bremen dagegen wurden die digitalen Dienstleistungen 2019 stark ausgebaut. Im Ranking der digitalen Kommunen rückte das Land von Platz vier auf Platz drei hinter Berlin und Hamburg vor. Auch im Gesamt-Digitalisierungs-Index 2021 liegen die drei Stadtstaaten vorn. Neben den digitalen Verwaltungsdienstleistungen wurden dabei der Ausbau der Datennetze, die Internetnutzung, die Forschung und die Arbeitsmöglichkeiten für IT-Spezialisten berücksichtigt. Niedersachsen landet auch hier lediglich im Mittelfeld.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.05.2021 | 09:00 Uhr

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